Sonntag, 14. Mai 2017

Der 33. ATT am 13. Mai 2017

Am 13. Mai 2017 war es wieder soweit: der ATT, der »Astronomische Tausch- und Trödeltreff«, Deutschlands größte Astronomiemesse in Essen hatte am Gymnasium Am Stoppenberg ihre Tore geöffnet. Neben einem wie immer reichhaltigen Angebot an Ständen und Waren war ich vor allen an Kontaktpflege mit verschiedenen Institutionen und Personen interessiert.

Ich fuhr wieder mit einer kleinen Fahrgemeinschaft per Auto um 7 Uhr in Hamburg los – die stets unzuverlässige Bahn mit ihren Zugausfällen ist keine Alternative mehr für mich – und wir kamen kurz nach 10 Uhr an und machten, was alle Deutschen tun, wenn sie eine Schlange sehen: sie stellen sich hinten an. Der Einlass ging aber zügig vonstatten und kurz nach 10 Uhr konnten wir nach Entrichtung des Eintrittspreises – der auch in der Höhe von 6 EUR völlig berechtigt war – die heiligen Hallen betreten. Wir trennten uns auch gleich danach und während ich erst einmal in die »große Halle« ging, an den Ständen von diverser Händler vorbei, nahmen die Kollegen den Weg zu den Ständen der Sternfreunde.

In der Halle verschaffte ich mir erst einmal einen groben Überblick und machte einige Fotos, während ich mehr oder weniger gleich zum Oculum-Stand durchging, wo ich als Kolumnist bei Abenteuer Astronomie einige Punkte besprechen wollte. Am Ende blieb ich mit den sehr netten Kolleginnen und Kollegen da fast zwei Stunden »hängen«.

Anschließend sah ich mir die einzelnen Stände an, traf viele Leute aus dem Norden und warf mich dann selbst ins Getümmel rund um den Baader-Stand mit seinen vielen Schnäppchen. Leider war das, was ich suchte, nicht dabei, aber das Angebot war sehr umfangreich. An der Peripherie des Standes, der in der »Tiefe der Halle« untergebracht war, zog die Baader-Kuppel die Blicke der Amateure auf sich. Weiter oben im großen Rund hatten weitere Händler ihre großen Teleskope aufgebaut, es gab Stände von Lunt (Sonnenbeobachtung), von Meteoritenhändlern, Eclipse-Reisen und vieles mehr. In der Nähe des gut besuchten Oculum-Standes waren auch der Spektrum – Verlag sowie kleinere Händler vertreten. Überhaupt schien mir, dass es außer einem großen nur noch kleine Stände gab, deren Zahl sich aber deutlich erhöht hatte. So legte ich mir bei euro EMC noch einen Sonnenfilter für die Sonnenfotografie zu, in der Hoffnung, damit auch mal loslegen zu können, auch wenn die Aktivität derzeit ja sehr gering ist.





















Insgesamt fiel mir auch auf, dass bevorzugt – möglicherweise auch um Diebstählen vorzubeugen – viele große und schwer bewegliche Teile zugunsten vieler kleiner angeboten wurde, die man sich so in die Tasche stecken könnte und viele Händler wiesen denn auch auf ihre online-Shops, wo es in vielen Fällen Sonderangebote zur ATT gibt.

In vielen kleinen Klassenräumen waren verschiedene Vereine mit kleinen Angeboten und Informationen untergebracht, für die mir dieses Jahr leider die Zeit fehlte, weshalb ich auch nur kurz am GvA-Stand vorbei schaute. Die VdS und Astronomie.de waren auf einer tieferen Ebene untergebracht und man hatte ohne den vorab auf der Website veröffentlichten Lageplan Probleme, diese Stände zu finden.

Mir kam es auch so vor, als ob dieses Mal noch weniger Sternfreunde nach Essen gekommen waren – man konnte oft in aller Ruhe an den Ständen stehe bleiben, ohne weitergeschoben zu werden. Das kann aber auch an der Weitläufigkeit des Standortes liegen, der unbedingt auch für die Zukunft beibehalten werden sollte, weil er wesentlich angenehmer ist, als der alte!

Leider gab es auf den Außenflächen trotz des weitgehend guten Wetters keine Teleskope zur Sonnenbeobachtung, was aber auch an den unsicheren Wettervorhersagen gelegen haben mochte, die für Essen und Umgebung Starkregen und Gewitter prognostiziert hatten.

Gegen 14:30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, weil ein Unwetter aus Nordwesten drohte, dass in Hamburg zu dieser Zeit schon zu Zugausfällen und »allgemeinen Unwetterschäden« geführt hatte. Davor lag eine weitere Schlechtwetterfront, die wir noch passieren mussten. Aber wir hatten insofern Glück, als dass wir beide Fronten nur am Rande passierten.

Etwa um 19 Uhr war ich dann zu Hause, nachdem wir aufgrund einer Autobahnsperrung nicht zum Hauptbahnhof fahren konnten, sondern in Stellingen in die S-Bahn umstiegen, begleitet von grölenden und betrunkenen Fussballfans und das, obwohl der HSV ein Auswärtsspiel bei Schalke 04 hatte. An der Veltins-Arena in Gelsenkirchen waren wir denn auf dem Rückweg auch vorbeigekommen …

Der Termin für die nächste Messe steht auch schon fest: es ist der 5. Mai 2018!