Sonntag, 31. Mai 2015

Die 31. ATT in Essen

Einen Tag ist sie nun her, die 31. ATT am neuen Standort in Essen, dem Gymnasium Am Stoppenberg. Der Umzug war wegen der Renovierung des alten Standortes notwendig geworden und nun durfte man gespannt sein, was sich nun ändern würde. 

Im Vorfeld konnte man im Astrotreff lesen, dass die Parkplatzsituation dort schlimmer sei, als früher, aber das musste man abwarten. Im Gegensatz zu den letzten Jahren fuhren wir, d. h. André Wulff und ich, dieses Mal nicht mit der Bahn, zumal wir dann schon um 4:31 Uhr von Hauptbahnhof hätten losfahren müssen, so machten wir uns erst um 6 Uhr auf den Weg. Die Parkplatzsuche war denn auch kein so großes Problem, man musste halt ein paar Meter zu Fuß gehen.

Kurz nach 10 Uhr durfte man rein und schon am Eingang machte sich eine gewisse Enge bemerkbar, aber das gab sich sehr schnell, zumindest was die Aufteilung der Händlerstände anging, die sich über zwei große Hallen verteilten. Es waren auch fast wieder alle dabei, die Rang und Namen hatten, teilweise aber wegen der Räumlichkeiten mit verkleinertem Angebot.

Ein wenig problematisch war die Unterbringung der Vereine und Sternfreunde in den engen Klassenräumen. Waren diese am Anfang noch recht leer, füllten sie sich nach und nach und man konnte teilweise kaum an die Stände herankommen. Die GvA hatte ihren kleinen Stand in den hinteren Räumen, an dem Sternkieker verkauft wurden. Einige Vereinigungen waren nur schwer zu finden oder ich hatte sie permanent übersehen.

Stände im Auditorium der Schule

Ein paar historische Fernrohre gab es auch ... 
... und etwas für den Garten ...
... und auf Rädern
Meinen ersten Rundgang durch fast alle Räume hatte ich nach einer geschätzten Stunde hinter mir und hatte nichts gefunden, das ich mir hätte kaufen wollen. Das aber stand für mich auch nicht so sehr im Vordergrund, zumal ich aus Zeitgründen meine Beobachtungstätigkeit ohnehin bis auf meine Sonnenbeobachtungen weitgehend herunterfahren muss. Mir war die Kontaktpflege zu anderen Sternfreunden wichtiger. So verbrachte ich längere Zeit am Stand von astronomie.de und dem von Jenschmedia, die hier das neuartige Astroprogramm Clear Sky 1.0 anboten, das über reichhaltige Funktionen verfügt, mehr, als der Name vielleicht vermuten lässt. 

Jentsch-Media-Stand
Wer wollte, konnte an den drei Vorträgen des Tages teilnehmen, die von Michael Kunze (Wildnis Teneriffa und Südwesten der USA im Zeitraffer), Rainer Kresken (Rosettas Mission zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko) und Stefan Gotthold (Fotografie der ISS) gehalten wurden. Den Abschluss dieses Rahmenprogramms bildete Live-Musik von Stefan Erbe und Steve Baltes. 

Auch ein zweiter Rundgang durch die einzelnen großen und kleinen Räume brachte für mich keine neuen Kaufgründe und so traf ich mich mit alten Bekannten oder hielt mich für einige Zeit am GvA-Stand auf. Zwischendurch konnte man sich an zwei Orten mit Kuchen, jede Menge Kaffee - der war nach dem frühen Aufstehen um kurz vor 5 Uhr auch bitter nötig - versorgen. Hier ist dem Team der Organisatoren für ihren Einsatz zu danken, besonders den Damen, die draußen in der Kälte standen und selbst bei Dauerregen unter dem Dach ausharrten, um uns Sternfreunde mit Speis und Trank in Form von leckeren Kuchen zu versorgen.

Der GvA-Stand

Gegen 18 Uhr beschlossen André und ich, die Heimfahrt anzutreten, natürlich nicht, ohne eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen: Tanken und Eis essen. Die Autobahnen waren wegen des DFB-Pokalendspiels weitgehend frei und wir waren auch etwa 20 Minuten schneller, als auf der Hinfahrt, für die wir 3,5 Stunden gebraucht hatten. Fazit: die ATT am neuen Standort erinnerte frappant an die ersten Jahre, als die kommerziellen Händler die Messe noch nicht so stark dominierten wie heute.

Wie man hörte, wird die 32. ATT am gleichen Standort stattfinden, weil erwartet wird, dass die Sanierungarbeiten an der Gesamtschule Bockmühle bis dahin noch nicht abgeschlossen sein werden. Hier kann man seine Meinung zum neuen Ort kundtun und wer weiß, vielleicht wird ja das Ausweichquartier zu einer Dauerlösung!

Kommentare:

  1. Ich fahre ohne NAVI, die Ausschilderung war zu dem alten Ausstellungs-Ort besser

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  2. Das Kürzel ATT steht für Astronomischer Tausch- und Trödeltreff.
    Korrekt demnach: Der ATT.

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  3. Ich denke, der neue Standort ist eine wirklich sehr gute Übergangslösung, aber keine Dauerlösung. Einfach zu wenig Platz für die ganz großen Händler, und weniger kleine Händler. Wenn man konkrete Dinge suchte, merkte man, dass das sonst übliche Sortiment nur zu 40-50% da war. Das Ambiente war angenehmer, aber da droht eine Abwärtsspirale, wenn man das immer dort stattfinden lässt. Die Organiser müssen wissen, wo sie hinwollen. So wie es war? Kleines familiäres Ding von regionaler Bedeutung? Oder ganz groß an la NEAF? Je nachdem wie die Antwort ausfällt, Bockmühle, 2015er Standort oder ganz woanders.

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