Sonntag, 21. September 2014

Tag der offenen Tür in Bergedorf

Die Hamburger Sternwarte, der Förderverein und das Besucherzentrum hatten für den 20. September 2014 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände auf dem Gojenberg eingeladen.

Diese alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung dient in erster Linie dazu, die vielfältigen Forschungsaktivitäten der Sternwarte der Öffentlichkeit zu präsentieren, die Teleskope vorzustellen und abends Möglichkeiten zur Beobachtung an professionellen und Amateurteleskopen anzubieten. Die Sternfreunde des Fördervereins versammelten sich traditionell auf dem Rasen vor dem Sonnenbau und waren oft erster Anziehungspunkt für die Besucherinnen und Besucher, die in diesem Jahr aber nicht ganz so zahlreich erschienen waren, was wohl hauptsächlich an vielen Parallelveranstaltungen in Hamburg lag.

Gebäude mit dem 1m-Spiegel

Ein Dobson wartet auf die Nacht

Am Nachmittag konnte an Amateurgeräten unterschiedlichster Coleur und am Lippert die Sonne im H-alpha und im Weißlicht beobachtet werden. In der nebenan befindlichen Montessori-Schule wurden überdies stündlich zwischen 15 und 21 Uhr Kurzvorträge zu unterschiedlichen Themen angeboten.

Sonnenbeobachter waren gefragte Leute

Die Werkstatt konnte besichtigt werden, im Café Zeit und Raum wurde Kulinarisches angeboten und am 1m-Spiegel gab es regelmäßig Teleskopvorführungen. Dies war auch am Oskar-Lühning-Teleskop und am Äquatorial der Fall. Im Freigelände neben dem Großen Refraktor gab es ein Kuchenbasar, den obligatorischen Grillstand und ein kleiner Astro-Shop mit Devolutionalien der Sternwarte. Das Hauptdienstgebäude wartete in der Bibliothek mit stündlichen Vorträgen unter dem Motto „Frag-einen-Astronomen“ statt, es wurden hier aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert und es bestand auch die Möglichkeit, Radiobeobachtungen live mitzuerleben. 

In der Direktorenvilla gab es zudem Präsentationen verschiedener Arbeitsgruppen der Sternwarte, die sich u.a. mit Exoplaneten, der Aktivität von kühlen Sternen, exotischen Sternsystemen, Fragen der Sternentstehung- und -entwicklung, verschiedenen Aspekten der Kosmologie, grundlegenden Methoden der Computersimulation, Planetenentstehung, der intergalaktischen Materie, Sternwinden und interstellarer Materie oder der Röntgenastronomie beschäftigen. 

Im Laborgebäude konnte man sich dann auch noch über das Plattenarchiv der Sternwarte und dessen Digitalisierung in einem mehrjährigen Projekt informieren. Außerdem war eines der beiden neuen, kleineren, Kuppeln geöffnet und gewährte einen Blick in sein Inneres, wo zwei kleinere Teleskope für Testzwecke eingebaut sind.

Für Leib und Wohl war gesorgt

Präsentation einiger Forschungsergebnisse der Sternwarte

Das Wetter spielte trotz gegenteiliger Ankündigungen ganz gut mit, allerdings zogen abends immer mehr Wolkenfelder herein, die die eine oder andere Beobachtung behinderten.

Neben vielen Führungen zu den einzelnen Stationen der Sternwarte gab es auch ein umfangreiches Kinderprogramm, das sehr gut ankam und angenommen wurde. So wurde der Tag der offenen Tür auch für viele zu einem Familienausflug, der sicher bei vielen in guter Erinnerung bleiben wird.