Mittwoch, 31. Dezember 2014

Das Jahr 2014 - eine Bilanz

So langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu, Zeit, wieder einmal Bilanz zu ziehen. Hinsichtlich meiner Sonnenbeobachtungen war es ein Top-Jahr. Erstmals konnte ich die 220er-Marke knacken und bin letztlich auf 222 gekommen. Ein absoluter Spitzenwert. Hoffentlich werden auch alle eingereichten Beobachtungen am Ende ausgewertet. Beim letzten Rekord, als ich 217 Einzelbeobachtungen erreichte, war seltsamer Weise ein Monat unter den Tisch gefallen und der Rekord war futsch.

Bei den Nachtbeobachtungen sah es dagegen katastrophal schlecht aus, denn ich hatte keine einzige wirklich gute klare Nacht erwischt. Zum ersten Mal erwischte ich in diesem Jahr keine Leuchtenden Nachtwolken, weil das Wetter zu schlecht war oder ich keine Zeit hatte. Mit Polarlichtern sah es ähnlich mies aus, die ich seit Beginn der digitalen Fotografie nicht mehr gesehen habe.

Auch konnte ich aus diversen Gründen nicht alle Astroveranstaltungen besuchen, die ich fest eingeplant hatte. Da war es wie mit dem Jahresurlaub, der für den Sommer geplant war, aber wegen Überstunden und aufgrund von Urlaubs- und Kranken-Vertretungen nicht antreten konnte, weil sonst niemand mehr da gewesen wäre, der die Arbeit hätte machen können. 

Im Urlaub ereilte mich dann auch noch die Nachricht, dass eine Arbeitskollegin plötzlich und unerwartet im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Deren Stelle wird natürlich nicht nachbesetzt, wie es bei fast allen Kolleginnen und Kollegen der Fall ist, die in den letzten Wochen in Rente gingen. Die Auswirkungen auf meinen Arbeitsplatz durch Verteilung der Arbeit von ausgeschiedenen Kollegen sind noch nicht absehbar. Ob und in welchem Umfang sich das auf meine Astroaktivitäten auswirken wird, ist unklar. 

Auf jeden Fall führten die zum Teil extremen Überstunden dazu, dass ich den Sonnenworkshop der GvA über ein halbes Jahr nicht leiten konnte und das an einen Vereinskollegen abgeben musste. Ein Grund hierfür war meine Arbeit als Wahlhelfer und in einer Wahlgeschäftsstelle bei der Europawahl/Bezirkswahl und einem Volksentscheid. Keine Frage, sie macht mir sehr viel Spaß, ich mache sie sehr gerne und sie ist hochinteressant, nur geht dann nebenbei eben privat so gut wie nichts mehr. Und es ist heute schon absehbar, dass diese Arbeit verhindern wird, dass ich die Totale Sonnenfinsternis 2017 beobachten kann, weil wir im gleichen Jahr Bundestagswahl haben werden und die Vorbereitungsarbeiten genau in die Phase der Finsternis fallen.

Es gab dann noch diverse andere, auch gesundheitliche, Probleme, die das Jahr 2014 nicht zu dem werden liessen, was ich mir erhofft hatte. Sarkastisch kann man auch sagen, ich habe überlebt, weil in meiner Familie, oder in dem was davon noch übrig ist, fast immer nur in runden Jahren gestorben wird. Ungerade Jahre sind da besser.

Einen großartigen Ausblick auf 2015 möchte ich eigentlich nicht so gerne wagen. Sicher ist, dass ich wegen der Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 sehr viel Arbeit haben werden und genau in diese Zeit fällt die Sichtbarkeit des Kometen Lovejoy. Aber dafür muss es dann erst einmal klar werden. Für mich wichtige Termine sind denn hauptsächlich die partielle, aber nahezu vollständige Sonnenfinsternis am 20. März und die totale Mondfinsternis am 28. September. Was noch so kommt, muss man abwarten. Ein weiterer Kirchheimurlaub ist geplant und ein Sommerurlaub. Keine Ahnung, was sich von beiden realisieren lässt. Mir scheint, es wird eher der Astrourlaub als der Sommerurlaub gelingen, aber das gilt erst einmal wieder abzuwarten.

Was sonst wird, weiß man heute noch nicht, aber was schon klar zu sein scheint, sieht derzeit nicht gut aus. Vielleicht wird es aber doch endlich mal besser als gedacht, bislang wurde es immer eher schlechter, auch wenn man dachte, es kann nicht mehr schlechter werden. Getreu dem Motto: Schlimmer geht immer. 

In wenigen Stunden beginnt die Silvesterfeier mit guten Freunden, daher wünsche ich allen, die bis hierher durchgehalten haben, einen Guten Rutsch und alles Gute für 2015.

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