Sonntag, 26. Mai 2013

Der 29. ATT in Essen



Es ist schon eine Tradition: Die Fahrt von GvA-Mitgliedern zur alljährlichen Astronomiemesse ATT (seit Anbeginn Astrnomischer Tausch- und Trödeltreff genannt). Mit rekordverdächtigen 10 Leuten ging es wieder per Bahn – die uns dieses Mal kurz vor dem Ziel eine Vollbremsung auf freier Strecke und einen kompletten Neustart der Technik bescherte (senk yu vor träwweling with deutsche bahn lässt grüßen) – in das sonnige Essen.

Dem Rekord nahe war wohl auch die Schlange vor dem Eingang, die längste, an die ich mich erinnern kann.

Eine lange Schlange vor dem Eingang zur ATT

Nach Entrichtung des Eintrittspreises von 5 EUR (für VdS-Mitglieder) – eine zuvor im Forum beim Astrotreff geführte Diskussion ob der Erhöhung um 2 EUR fand ich reichlich übertrieben – ging es erst einmal den Hauptgang entlang, wo neben den Ständen namhafter Firmen wie die von Gerd Neumann jr. und Berlebach dieses Mal auch der vom Astrotreff zu finden war. Freundlicherweise konnten wir dort unsere Rucksäcke zwischenlagern. 


 
Beim Astrotreff



Die nächsten Zwischenstation waren die Präsentation der VdS und von astronomie.de. Vorbei an der bekannten niederländischen Ecke, in der Firmen und Vereine der Holländer, wie eine kürzere Anreisezeit als wir hatten, ihre Auslagen zeigten, bogen wir nach rechts ab und gingen in die große Halle. Hier war wieder alles vertreten, was Rang und Namen hatte, Verlage (Spektrum, interstellarum), professionelle Händler (u.a. RansburgMeade, Vixen) und weitere Aussteller. Der Stand der Fa. Wolfgang Lille hatte wieder einen Platz an der Tür und so konnte, wer wollte, die Sonne im H-Alpha beobachten. Jaja, in Essen war der Himmel klar und es war so angenehm warm, dass man seine Mahlzeit am Mittag sogar im Freien einnehmen konnte. In Hamburg war es zu gleicher Zeit extrem regnerisch und kalt.

Der Stand der VdS

Ein "Reisestand"

Blick in die große Halle

Doch vor dem Essen in Essen schritten wir die Riege der Vereine ab, die in den Nebenräumen zu finden waren. Von der GvA gab es in diesem Jahr keinen Stand, der Norden war lediglich durch die Oldenburger vertreten, alle übrigen Vereine kamen aus der Region.

So ging es dann zurück über einen weiteren Gang, wo die Redaktion der Zeitschrift Sternzeit und zwei Meteoritenhändler (z.B. der von André Knöfel) anzutreffen waren. An Letzterem deckte ich mich dann noch mit zwei Bruchstücken von Chondriten ein.

Die schon erwähnte Mittagspause und ein längerer Aufenthalt am Astrotreffstand folgten, dann ging es in die zweite Runde. Wir durchstreiften nochmals die große Halle und die Gänge, fanden aber auch dieses Mal nicht unbedingt etwas, lediglich am Stand des Spektrumverlages kaufte ich ein Buch, kostenlos gab es da Ansticker und witzige Handspiegel.

Wer wollte, konnte nebenbei der Musik von Stefan Erbe lauschen oder Vorträgen von Tom Fliege über Beobachtung und Fotografie des Sternenhimmels oder von Michael Großmann über die Phänomene der Atmosphärischen Optik beiwohnen.


Große Geräte für große Ambitionen
Ab 14 Uhr konnte man sich per Livestream über die interstellarum-Seite in drei verschiedenen WebTV-Folgen das neueste Geschehen rund um die Entwicklung astronomischer Teleskope und Filter informieren, wenn man nicht auf der ATT war. Diese können mittlerweile auch über den youtube-Kanal der Zeitschrift hierhier und hier abgerufen werden.

Was bei dieser ATT auffiel, war das Fehlen vieler bekannter Vereine, wie die Archenhold-Sternwarte einige Freiflächen und geänderte Standorte von Ständen. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass trotz des Andrangs am Morgen insgesamt weniger Leute da waren, viele verließen anscheinend schon zu Mittag wieder die Gesamtschule - auch zwei GvA-Mitglieder, die per Auto angereist waren.

Im Gegensatz zu früheren Jahren hatten wir uns heuer für eine frühere Rückreise entschieden, da sich in der Regel ab 15 Uhr die Gänge leerten und da wir nicht mit administrativen Aufgaben betraut waren (Standbetreuung) konnten wir auch deutlich früher abreisen. Um 15:50 Uhr trafen wir uns alle vor dem Eingang und gingen zurück zur S-Bahn, die uns zum Dortmunder Hauptbahnhof brachte, wo wir direkt in den Zug nach Hamburg umstiegen und fast pünktlich um 20:15 Uhr ankamen, rechtzeitig vor Beginn des deutsch-deutschen Champions-League-Finales zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Aber auch hier gab es wieder einen Fahrmurph, denn eine Haltestelle vor meinem Ziel machte die U1 einen unfreiwilligen Halt, weil ein Fahrgast unbedingt noch im letzten Moment im letzten Wagen die zugehende Tür aufreißen musste und der Fahrer einmal über den ganzen Bahnhof am Wandsbeker Markt laufen durfte, um sie wieder zu entriegeln …

So brauchte ich fast eine dreiviertel Stunde, um zu Hause anzukommen und verpasste ich die ersten Minuten des Spiels. Wichtiger aber war, der ATT-Ausflug war auf seine Weise wieder erfolgreich und brachte neue Erkenntnisse und neue Einsichten.

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