Freitag, 15. März 2013

2x PanSTARRS, 2x kein Erfolg

Mit Neid kann man auf jene Astrokollegen blicken, die in den letzten beiden Tagen das Glück hatten, den Kometen zu beobachten. Nach der vergleichsweise guten Sicht am Dienstag, gab es am Mittwoch gerade zu der Zeit, als der Komet in der Abenddämmerung sichtbar werden sollte, immer dichter werdenden Schneefall in Hamburg.
Die Wetteraussichten für gestern, den 14. März 2012, waren auch wieder grenzwertig. Tagsüber hatte ich einen beruflichen Termin im Norden der Stadt und saß bei Sonnenschein in einem Besprechungsraum. Bei Feierabend dann das skurrile Bild: Im Westen ein fast völlig aufgeklarter Himmel, im Osten eine dichte schwarze Wand, die nichts Gutes verhieß. Allerdings schien diese zurückzuweichen. Da wir abends den GvA-Videoworkshop hatten, fuhren wir dennoch in Richtung Osten. Schon weit vor der der Abfahrt gegen 17:30 Uhr hatte es hier begonnen, zu schneien. Und: Die Wolkenlücke im Westen wurde immer schmaler, bis sie schließlich völlig verschwand.
Nach einem kurzen Imbiss nahe der Autobahnanschlussstelle Bergedorf sahen wir, dass der Mond deutlich über der Wolkengrenze stand. Also beschlossen wir, in Richtung Osten zu fahren. Der Weg führte in Richtung Geesthacht und von dort aus über die B 404 in die östlichen Vier- und Marschlande. Hier suchten wir nacheinander mehrere Standorte auf und verloren am Ende doch, denn die Wolkenwand wich nicht weiter zurück und der Zeitpunkt, an dem der Komet am Westhorizont verschwinden würde rückte immer näher. Am Ende nützte uns die Tour absolut nichts, denn wir bekamen den Kometen auch an diesem Tage nicht zu Gesicht. Das gelang beispielsweise Beobachtern im weiter nördlich gelegenen Schwarzenbek. Hamburg war im Norden mal wieder die einzige Region mit Wolken in der falschen Richtung.
Nach der Tour fuhren wir zum GvA-Videoworkshop, der dieses Mal sehr gut besucht war … und wo ich aus zeitlichen Gründen dann meine Bilder vom Kometen nicht mehr zeigen und mir keine Bearbeitungstipps mehr abholen konnte. Selbstredend, man kann es sich denken, war der Himmel nach dem Workshop völlig klar und blieb es anscheinend auch die ganze Nacht. Das nächste Kapitel aus der ewigen Reihe „Astropleiten –pech und –pannen“.

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