Sonntag, 14. Oktober 2012

Angekommen auf der Sternwarte Kirchheim

... und festgestellt, dass ich eines der wichtigen Dinge vergessen habe: Meinen Laptop für die Bildbearbeitung, denn dieser Astrourlaub soll auch im Zeichen der Astrofotografie stehen. Aber daraus wird zumindest am heutigen Abend nichts, denn der thüringische Himmel ist bedeckt und es regnet leicht.


Für die kommenden Tagen ist jedoch eine deutliche Wetterbesserung angekündigt - aus der Erfahrung in Hamburg und hier in Thüringen muss das aber nicht viel heißen.

Die Volkssternwarte Kirchheim wurde 1977 gegründet und seit 1992 bin ich mehr oder weniger regelmäßig zum Beobachten hierhin gefahren. Das letzte Mal war ich 2010 hier gewesen und seit dem hat sich viel verändert. Die größte Neuerung besteht in der Inbetriebnahme des 60cm Spiegels im neuen Gebäude, das auf einer DDM160-Montierung sitzt.

Mein Ziel für diesen Astrourlaub ist aber, Aufnahmen durch mein eigenes 80/520 mm F 6.5-Quadruplet zu machen. Einige Aufnahmen mit diesem Instrument hatte ich im letzten Jahr mal bei einem Norddeutschen Astrofotografentreffen gesehen und war begeistert von der Schärfe des Instrumentes. Erste eigene Aufnahmen konnte ich im Mai auf der Außensternwarte der GvA in Handeloh machen, aber durch eine nicht richtig funktionierende Klemme, waren die Sterne leider vereiert. Nun hoffe ich auf bessere Ergebnisse.

Dabei will ich aber nicht die ganze Nacht durch den Himmel hetzen und viele nur mäßig belichtete Bilder bekommen, sondern nur maximal drei Gegenden fotografieren, die dafür aber entsprechend lang belichtet sind. Mit André Wulff - wir sind gemeinsam hierher gereist - stimme ich mich da ab, sodass wir mit zwei Teleskopen die gleiche Himmelgegend fotografieren.

Vor kurzem habe ich dann noch einen H-Alpha-Filter für die Deep-Sky-Beobachtung erworben, den ich hier ebenfalls einzusetzen gedenke. Dazu muss "nur" noch das Wetter mitspielen. Die Wolken draußen aber verhindern genau das, zumindest in der vor uns liegenden Nacht. Spätestens ab Dienstag soll es aber besser werden. Hoffen wir das Beste.



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