Donnerstag, 28. Juli 2011

Demenz – und viele laufen weg

Demenz und besonders die Altersdemenz ist ein Problem, dass in Deutschland immer noch zu wenig beachtet wird. Selber bin ich davon zwar zum Glück noch nicht betroffen, aber mein nunmehr 80 jähriger Vater.

In Hochglanzprospekten steht immer, wie einfach es heute sein soll, Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu helfen, zu unterstützen, damit beide im Alltag damit zurechtkommen. Ziel ist es auch, die Erkrankten so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu lassen. In Kursen sollen Angehörige auf den Umgang mit Demenzkranken vorbereitet werden. Hört sich gut an, ist aber problematisch, wenn der Erkrankte jede Form der (fremden) Hilfe ablehnt oder wenn der Erkrankte den Tag-/Nacht-Rhythmus umdreht, nachts aktiv wird und tagsüber schläft. Die Nachtaktivität ist dann häufig, wie der Name schon sagt, mit einer Aktivität in der Nacht verbunden. Da wird nachts die Wohnung gesaugt, laut Musik angemacht oder Einkaufen gegangen. Spätestens an dieser Stelle ist Hilfe erforderlich.

Hilfe kann (!) vom Medizinischen Dienst kommen. Aber der ist nach meiner Erfahrung eher dafür da, eine Pflegestufe und Hilfe zu verhindern, weil das ja die Pflegekasse belastet. So habe ich zweimal versucht, eine Pflegestufe für meinen demenzkranken Vater zu bekommen. Zweimal wurde es abgelehnt, einmal, weil er mich angeblich noch Versorgen, für mich Kochen und Einkaufen müsse. Im Alltag ist das umgekehrt. Die Sozialarbeiterin des MD meinte nur, ich müsse in meinem Alter langsam mal selbständig werden (da war ich Mitte 40), damit mein alter Vater nicht alles für mich machen müsse… Er hatte die Realität umgedreht. Auch hat sich der MD nicht an die vereinbarten Zeiten gehalten und mich hinterher quasi der Lüge bezichtigt. Hilfe ist von denen nicht zu erwarten.

Also ging es erst mal normal weiter, ich habe für ihn eingekauft, dafür gesorgt, dass er was zu essen bekommt etc. Das hat natürlich dazu geführt, dass ich abends immer gegen 18 Uhr bei ihm zu Hause sein und am Wochenende spätestens um 7 Uhr aufstehen musste. Ein normales Leben nach der Arbeit war nicht mehr möglich, da er versorgt werden musste. Auch das Wochenende war dann immer zeitlich sehr eingeschränkt, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Eine Freundin meinte damals sogar: „Versorg Du erst mal Deinen Vater, danach kannst Du ja mal wieder bei mir anrufen“. Das war das Ende der Beziehung.

Man sagt, in der Krise erkennst Du Deine wahren Freunde. Stimmt. Nach einer leider fälligen OP ist mein Vater nun endgültig in die Demenz abgerutscht, überdies aggressiv, ungerecht und auch gewalttätig geworden. Daraus ergeben sich viele Probleme. Erst wurde er aus dem Krankenhaus kurzerhand rausgeworfen und ist in der Geriatrie gelandet. Nach zwei Wochen wurde er nun in eine Pflegeeinrichtung verlegt. Für einen Demenzkranken sind solche Veränderungen nicht schön und er war auch mittlerweile schon viermal „auf der Flucht“. Zu Hause angekommen, weiß er nicht mehr, was er da machen soll oder kann, oder er fällt hin und verletzt sich.

Das sind alles belastende Probleme, wenn nachts um 1 Uhr das Telefon geht und das Krankenhaus bittet, ihn sofort abzuholen, weil er tobt. Oder dass ich angerufen werde, weil er wieder mal in der Gegend herumirrt. Mein Chef hat da großes Verständnis, meine direkten Kollegen aber nicht unbedingt. Sie tuscheln hinter meinem Rücken, wohl weil ich derzeit weniger arbeite und dadurch natürlich ins Minus komme. Aber echte Hilfe gibt es nur von wenigen. Dabei sind es gerade einige „moderne“ Kolleginnen, die besonders stolz auf ihre sozialen Netzwerke sind, von denen ich geschnitten werde. Die nicht mal zuhören wollen, wenn ich von meinen derzeitigen Problemen rede. Da wird dann einfach kurzerhand mal die Tür zugemacht, bis ich aufgehört habe zu reden. Menschlich verständlich, aber im Endeffekt hilft das auch nicht weiter. Es gibt nur wenige, die sich zumindest mal was anhören.

Man sagt, in der Not erkennst Du Deine wahren Freunde. Das stimmt. Ein Kumpel hilft mir, indem ich ihn jederzeit anrufen kann, ein anderer hat mich kürzlich zu sich eingeladen, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Es gibt aber auch Reaktionen, wie oben beschrieben, wo es Leute immer plötzlich sehr eilig haben, die sich vorher Zeit genommen haben.

Zum Glück sind die Betreuerinnen in der Einrichtung, in die mein Vater erst einmal eingewiesen werden musste, sehr hilfsbereit und unterstützen mich. Seit vielen Jahren ist das die erste Unterstützung, die ich erhalte. Wir sind da in engem Kontakt, was auch schon sehr hilfreich ist.

Durch die Betreuung eines demenzkranken Familienangehörigen gehen einem viele soziale Kontakte verloren. Immer mehr Leute ziehen sich zurück, nach dem Motto:
„Meld Dich mal wieder, wenn das mit Deinem Vater vorbei ist“,
„Du, ich hab grad gar keine Zeit für die Probleme anderer …“
„Ich bin grad in Eile, kannst ja in ein paar Wochen wieder anrufen!“ usw.

Da kommt einem schon mal der Gedanke, sich ins Auto zu setzen und Vollgas zu geben …

Unterm Strich ist es so, dass man trotz großer Versprechen, trotz Hochglanzbroschüren und all den Sozialheinis, die da durch die Gegend laufen und kluge Reden halten, am Ende doch alleine gelassen wird. Mit Worten sind sie gut, aber konkrete Hilfe habe ich erst in den letzten Tagen erfahren, als er in die Pflegeeinrichtung gekommen ist, sodass ich wenigstens meinen schon länger geplanten Urlaub antreten kann. Den hätte ich sonst, wie in den vergangenen Jahren öfter geschehen, wieder mal absagen müssen. Nun kommt es bei meinem Vater zu einer sogenannten „Verhinderungspflege“, die dann möglich ist, wenn Angehörige in den Urlaub fahren möchten. Aber schon gibt es wieder Leute, die mich deswegen schneiden oder einfach weglaufen …auch solche, die die Situation kennen.

Es gab aber auch unerwartet positive Erlebnisse. So habe ich auf der Mailingliste meines Vereins versehentlich eine Mail gepostet, die an einen Freund gerichtet war. Danach haben sich gleich mehrere Leute bei mir gemeldet und mir zumindest Trost zugesprochen und Hilfe angeboten. Auch wenn die vielleicht nicht zustande kommt, es hilft, wenn man wenigstens nicht das Gefühl hat, mit allem am Ende allein gelassen zu werden, wenn das faktisch auch der Fall sein könnte.

Dienstag, 12. Juli 2011

Die Sonne im Juni 2011


(Achtung: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!)

Weißlicht:
Der Monat begann fulminant mit einer Vielzahl von einzelnen Aktivitätsgebieten. Die NOAA zählte am Monatsersten 8, das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe 6 Fleckengruppen. Darunter waren als höchst entwickelte Stufen zwei D-Gruppen vertreten. In den kommenden Tagen blieb die Aktivität erst einmal hoch. Die Unterschiede in der Zahl der Gruppen blieb auch weiter bestehen, das sollte in dem Fall aber nicht stören, denn beide Quellen folgten dem Trend. Am interessantesten war dabei die AR 11226, eine D-Gruppe, deren Penumbra im voranschreitenden Teil zunächst immer komplexer wurde. Auch dehnte sich die Gruppe immer weiter aus, erreichte aber nicht die Klasse E. So wurde die hohe Sonnenaktivität in der ersten Dekade des Juni auch nicht durch große Aktivitätsgebiete, sondern durch eine Vielzahl kleinerer bestimmt. Nach dem 6. Juni wurde es dann deutlich ruhiger auf der Sonne, die Fleckenentwicklung folgte dem leider schon gewohnten Bild: Nach einem kurzen Aufbäumen brach die Aktivität dann ziemlich schnell zusammen, die Penumbren verloren ihre Vielfältigkeit, die Gruppen ihre Einzelflecken und schließlich lösten sie sich ganz auf. Am 9. waren gerade mal zwei A- und zwei H-Gruppen zu finden, am 12. befand sich nur noch – ziemlich zentral auf der Südhalbkugel, eine unscheinbare B-Gruppe: Die Aktivität war also wieder mal nach einem kleinen Aufschwung fast völlig in sich zusammengebrochen. Am 15. Juni kamen mit den Aktiven Regionen 11235 und 11236 zwei kleinere D-Gruppen hinzu, wobei die AR 11236 von der NOAA gleich als E-Gruppe klassifiziert wurde, was aber selbst unter Berücksichtigung der Lage dicht am Sonnenrand so nicht hinkam, weil zunächst die Längenausdehnung zu gering war. Hier ist man wohl nach den – in der Tat – großflächiger gestalteten Penumbren gegangen. Die AR 11236 war dann aber in den Folgetagen eindeutig dieser Waldmeierklasse zuzuordnen. Einen direkten Vergleich zu einer anderen Gruppen ergab sich durch die AR 11234, die sich – quasi still und heimlich – enorm weiterentwickelte, scheinbar aus einer einzigen riesigen Penumbra zu bestehen schien, aber offiziell nur der Stufe D zugeordnet wurde. Beide Gruppen dominierten in den Folgetagen das Angesicht der Sonne. Mehr noch: Zumindest die AR 11236, die ab 18. von der Kanzelhöhe als F-Gruppe klassifiziert wurde (einen Tag später aber nur noch als E), war auch mit bloßem Auge durch einen Sonnenfilter einigermaßen gut zu sehen. Ich selber habe die Gruppe an vier aufeinander folgenden Tagen mehr oder weniger gut gesehen. Die AR 11234 zerfiel dann aber binnen weniger Tage und rotierte am 20. Mittlerweile nur noch der Klasse B angehörend, um den Westrand der Sonne herum. Die AR 11236 bildete im voranschreitenden Teil eine überaus große Penumbra aus (sie war es, die man mit bloßem Auge sah), während der nachfolgende in der Entwicklung eher ein wenig hinterherhinkte. Auch sah das Umfeld dieser großen Gruppe nicht gerade beeindruckend aus. Nur zwei kleinere B-Gruppen waren außer ihr noch auf der Sonne zu beobachten. Sie erreichten zwischendurch zwar mal für einen Tag die Klasse D, waren aber ansonsten nicht sehr auffällig. Vom 22. auf den 23. Juni aber zerfiel die 11236 dann vollends. War sie am Vortag noch als E-Gruppe zu sehen, waren über Nacht alle zwischen dem p- und dem f-Teil vorhandenen Flecken verschwunden und die Gruppe selbst in zwei Teile zerfallen: Eine C- und eine kaum mehr sichtbare A-Gruppe, die vor allem in kleinen Teleskopen nur sehr schwer oder überhaupt nicht zu sehen war. Bis zum Monatsende wurde lediglich durch die AR 11241 die Waldmeierklasse D erreicht, am 28. konnten gerade mal zwei B-Gruppen gesehen werden. Die Kanzelhöhe sah am 27. sogar nur eine kleine B-Gruppe. Am 29. und 30. stieg die Aktivität dann wieder leicht an und wer am Monatsletzten sein gefiltertes Teleskop auf die Sonne richtete, fand drei Gruppen auf der Nordhalbkugel.

H-Alpha:
Analog zum Weißlicht war in den ersten Tagen des Juni auch die Aktivität im H-Alpha recht hoch. Die AR 11226 produzierte mehrere c-Class-Flare (den größten um 17:08 UT, ein C4/1f), die AR 11228 hatte schon vorher um 2:53 UT einen C2/Sf gezeigt. Um 6:09 UT und um 20:09 UT kamen noch zwei weitere koronale Massenauswürfe hinzu, die nicht mit einer Fleckengruppe assoziiert und erdwärts gerichtet waren. Danach flaute die Aktivität erstaunlicherweise ab, ganz im Gegensatz zum Weißlicht. Die STEREO-Sonden konnten aber auf der erdabgewandten Seite zwei kräftige CMEs registrieren, deren Teilchen mit 1380 km/s und 2160 km/s ins All hinausgeschleudert wurden. Der 6. Juni war dann vergleichsweise ruhig, während am 7. um 6:41 UT aus der AR 11226 ein M2/2N-Flare im Südwestquadranten der Sonne auftrat und zu den größten der letzten Monate gehörte. Die Teilchen wurden mit einer Geschwindigkeit von 1155 km/s ausgestoßen, aber aufgrund der Position war leicht errechenbar, dass die Erde von dem Protonenstrom allenfalls gestreift werden könnte. In der bundesdeutschen Presselandschaft rief das aber fast schon Panik hervor. Man erwartete aus - oder auch herabfallende Satelliten, unterbrochene Handyverbindungen, Polarlichter bis nach Rom etc. Dieses als „deutsche Sonnenhysterie“ in die Geschichte eingegangene Ereignis war vor allem ein mediales. Die Presse überschlug sich regelrecht (passend zur öffentlichen Diskussion um Atomausstieg, Energiewende und – fatal – der verstärkten Nutzung der Sonnenenergie), hatte aber gar nicht zur Kenntnis genommen, dass die „gefährliche Sonnenstrahlung“ die Erde überhaupt nicht zentral traf. Und selbst bei einem Volltreffer wäre es zu keinen lebensbedrohenden Vorkommnissen auf der Erde gekommen. Es sei denn, man empfindet ein nicht funktionierendes Mobiltelefon als ein solches. Mehrere Tage lang wurde in den Gazetten über die „stark gestiegene“ Sonnenaktivität berichtet. Die nach dem 7. erst einmal wieder stark abfallende H-Alpha-Tätigkeit wurde dann ebenso wenig zur Kenntnis genommen, wie ein randnaher M1/Sf flare in der Region 11236, der am 14. um 21:47 UT aufstieg. Auch die die Teilchen eines nun wirklich in Richtung Erde laufenden, auf der Sonne von Nord nach Süd ausgerichteten eruptiven Filamentes, das am 14. emporkam und am 17. das Erdmagnetfeld erreichte, juckte bei der Tagespresse nun niemanden mehr, obwohl es für das geomagnetische Feld erheblich intensiver war, als das eine Woche zuvor. An den folgenden Tagen ging, passend zur Aktivität im Weißlicht, die Flaretätigkeit erheblich zurück und die Ereignisse reichten nur noch bis zur Klasse c. Bis zum Monatsende sollte sich daran auch nichts mehr ändern.

Die Sonne im Mai 2011

(Achtung: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!)

Weißlicht:
Am „Tag der Arbeit“ hatte sich das Antlitz der Sonne gegenüber dem Vortag nur wenig geändert. Am Folgetag hatte sich die Zahl der Gruppen verringert und auch deren Aktivität war auf dem Rückzug, denn die Klasse C wurde – auch in den nächsten Tagen – nicht mehr überschritten. Dafür hatten zwei Aktive Regionen – AR 11200 und 11204 – ganz hübsche Penumbren entwickelt. Fünf bis sieben Gruppen, je nach Quellenangabe, bevölkerten vorwiegend die nördliche Hemisphäre der Sonne – die zwischendurch in der Presse aufgetauchte Behauptung, die derzeit hohe Aktivität im Süden der Sonne hänge mit dem mysteriösen Planeten X zusammen, kann daher getrost ins Reich der Fabel verwiesen werden. Die AR 11204 erklomm am 7. die Klasse D und blieb darin bis zum 10, während sich das Beiwerk mit kleineren Gruppen ziemlich rasch verflüchtigte. Bis zum 13. stieg die Zahl der Fleckengruppen auf sieben an, wobei wirklich spektakuläres nicht darunter war. Lediglich die AR 11204 und 11208 hatten höher entwickelte Stufen erreicht. Doch zerfielen dann bei allen bipolaren Gruppen zusehends die Hofgebiete, sodass am 13. nur noch zwei B-Gruppen (bei der NOAA waren es bei paar mehr) zu beobachten waren. Der 14. brachte einen Aktivitätsschub und viele neue, kleine A- und B-Gruppen, von denen aber einige noch nicht mal den Tag überstanden und schon am 15. nicht mehr zu finden waren. Am auffälligsten war die AR 11208, die eine langgestreckte Kette von Einzelflecken aufwies. Die nachfolgenden Tage waren  dann nicht so spannend, maximal drei verschiedene Fleckengruppenwaren gleichzeitig zu sehen, keine davon höher entwickelt als bis zur Klasse C. An diesem eher sparsamen Anblick änderte sich erst am 27. etwas: Mit der AR 11226 tauchte am Ostrand eine große E-Gruppe auf, die sich bis weit in den Juni hinein bemerkbar machte und von dem einen oder anderem Beobachter auch mit bloßem Auge (bei Sonnenuntergang oder mit Filter) wahrgenommen werden konnte. Sie war die bestimmende Fleckengruppe auf der Südhalbkugel, die anderen, gleichzeitig mit ihr auf der Sonne befindlichen Aktivitätszentren, fielen ihr gegenüber stark zurück. Einen richtigen Aufschwung in der Fleckentätigkeit sollte es dann aber Anfang Juni geben.

H-Alpha:
Der geneigte H-Alpha-Beobachter musste in den ersten Tage des Mai doch schon sehr genügsam sein, denn außer den üblichen, kleinen Protuberanzen am Sonnenrand und die Filamente vor der Sonnenscheibe gab es kaum nennenswerte Flareereignisse. Erst am 9. wurde um 20:59 UT ein längerer, isolierter, also nicht mit einer Aktiven Region verbundener, C5-Flare registriert. Am 13. gab es gar keinen einzigen Flare zu sehen, am 15. produzierte die AR 11208 ein C4-Ereignis um 23:34 UT. Erst Ende Mai zog die Aktivität auch im H-Alpha spürbar an. Am 27. brachte allein die AR 11226 ein b-class-Flare und vier c-class-Flares hervor. Das größte Ereignis war dabei ein C5 um 16:43 UT, gefolgt von einem C8-Flare am 28. um 3:31 UT. Am 29. gab es das größte Flareereignis seit Langem: Aus der AR 11226 auf der Südhalbkugel stieg ein M1/1F-Flare auf, dem wenig später ein kräftiger CME folgte. Da beide Ausbrüche nicht erdwärts gerichtet waren, kam es zu keinen Reaktionen im Magnetfeld der Erde. Die AR 11224 produzierte am 30. um 2:52 UT ein C3-Flare, der aber ebenfalls nicht zur Erde zeigte. Um 11:01 UT stieg aus der AR 11227 ein C2/Sn-Flare auf, AR 11226 brachte schon vorher, um 5:49 UT ein C7/Sn hervor. Am 31. flaute die Aktivität ein wenig ab und es wurden deutlich weniger Flares beobachtet.