Sonntag, 27. März 2011

Sommerzeit? Ja, bitte!

Seit 1980 gibt es in Deutschland die Sommerzeit. Nicht ganz unumstritten, denn die erwarteten Energieeinsparungen, weil man angeblich das Tageslicht besser nutzen kann, sind bislang nicht eingetreten. Dies kann ich selber durchaus bestätigen. Noch am Freitag konnte ich ohne Licht frühstücken, wenn ich am Montag um kurz nach 5 aufstehe, um zur Arbeit zu gehen, muss ich wieder das Licht einschalten. Auch muss ich abends immer das Wohnzimmerlicht einschalten, weil meine Wohnung in der Ecke eines Wohnblocks liegt und der davor stehende Baum das meiste Tageslicht schluckt. Selbst im Juni muss ich da abends Licht anmachen, wenngleich auch erst später, als das jetzt der Fall ist. Die Sommerzeit bringt meist dort nichts, wo immer eine bestimmte Anzahl an Stunden das Licht eingeschaltet sein muss (z.B. an schlecht gelegenen Arbeitsplätzen) und es egal ist, ob das nun morgens oder abends der Fall ist.

Seit 31 Jahren gibt es also die Sommerzeit, dennoch haben viele das mit der Umstellung nicht begriffen.
Im Radio war neulich eine nette Analogie zu hören, wie man sich die Umstellung der Uhrzeit merken kann: Im Frühjahr stellen wir Pflanzen vor das Haus, im Herbst holen wir sie wieder rein. Also wird immer am letzten Märzsonntag die Uhr vor-, am letzten Oktobersonntag die Uhr zurückgestellt. Umstellung der Uhr heißt nicht, dass ich sie vom Nachttisch auf den Wohnzimmertisch stelle ...

Als in Norddeutschland lebender Amateurastronom sehe ich die Sommerzeit aber durchaus zwiespältig. Da mein Lieblings- und Hauptbeobachtungsobjekt die Sonne ist, genieße ich die Sommerzeit, denn sie ermöglicht bei gutem Wetter eine Beobachtung auch weit nach Feierabend. Deep-Sky-, Planeten-, Mond- und andere Nachtbeobachter haben allerdings das Nachsehen, denn sie müssen nun eine Stunde länger warten, bis es ausreichend dunkel wird.

Wir im Norden haben ab Ende Mai noch ein ganz anderes Problem: die Mitternachtsdämmerung, die die Beobachtung von Objekten am Nachthimmel zunehmend erschwert. Das hat natürlich keine gesetzliche Ursache, sondern eine astronomische. In den kommenden Monaten nähert sich die Erde ihrem sonnenfernsten Bahnpunkt, gleichzeitig aber wird aufgrund der 23,5° betragenden Neigung der Erdachse die nördliche Hemisphäre mehr beschienen als die südliche. Daher beginnt auf der Südhalbkugel, wo die Sonne nun immer früher unter den Horizont tritt, der Herbst. Wenn wir Sommer haben, haben die Menschen auf der Südhalbkugel Winter und umgekehrt. Übrigens erreicht die Sonne, wenn wir auf der Nordhalbkugel mitten im Winter sind, den sonnennächsten Punkt ihrer elliptischen Bahn. Daran sieht man: Die Entstehung der Jahreszeiten steht im Zusammenhang mit der Stellung der Erdachse und nicht, wie irrtümlich immer noch angenommen wird, mit Sonnennähe und Sonnenferne.

Für mich besteht der einzige Nachteil für die Beobachtung nun darin, dass ich bei der Angabe der Uhrzeit für meine Sonnenbeobachtungen immer zwei Stunden zurückrechnen muss. Seit 1980 erfolgt die Angabe in Weltzeit (UT), und von der sind wir im Winter -1 und im Sommer -2 Stunden entfernt, weil wir uns auf einem Längengrad, östlich des durch die Sternwarte von Greenwich in London gehenden Nullmeridians befinden.

Sonntag, 20. März 2011

Was lesen Sie gerade?


Eine Frage, die in einer Literatursendung auf BR-Alpha regelmäßig Menschen in einer bayerischen Einkaufsstraße gestellt wird. Selbstverständlich liest jeder nur hochklassige Literatur, oder das, was gerade so angesagt ist an Krimis, Sachbüchern oder Thrillern.

Ich schaue die Sendung nicht regelmäßig, aber mir ist aufgefallen, dass zumindest dann, wenn ich diese Sendung sehe, niemand dabei ist, der gerade ein astronomisches Buch liest, oder gar einen Science-Fiction-Roman. Auch dass jemand gerade ein eBook lesen würde, wurde noch nicht erwähnt.

Erst recht würde niemand vor der Kamera sagen, dass er gerade einen Perry Rhodan-, Jerry Cotton-, Maddrax- oder sonstigen Roman liest, was allgemein zwar als Schund- oder Trivialliteratur bezeichnet wird, was ich selber aber eher als Unterhaltungs- oder Entspannungsliteratur sehen würde. Man sollte diesen literarischen Zweig auch nicht so abfällig betrachten, weil es darunter auch spannende Geschichten gibt, die man kurz vor dem Einschlafen oder bei anderen Gelegenheiten noch mal weglesen kann. Für viele ist dieser Zweig der einzige Weg zur Literatur. Kleiner Tipp: Auf dem eBook-Reader merkt´s keiner …

Auf die Frage, was ich gerade lese, würde ich antworten: Die kommende Extra-Ausgabe von interstellarum als PDF (Korrekturlesen), auf dem eBook-Reader das Buch „Den ersten Stein“ von Elliott Hall
und als Taschenbuch Sacrificium von Veronique Roy sowie im Bett liegend ein dickes Buch einer der oben genannten Serials. Vor kurzem ausgelesen habe ich das Buch Polarlichter aus dem Oculum-Verlag
und einen alten SF-Roman aus den 50ern: Attentat auf Sol – der galaktische Krieg 1 von Clark Darlton. Überhaupt finde ich SF-Geschichten aus den 50ern immer wieder sehr spannend. Unterwegs gibt´s dann per mp3-Player noch Hörbücher auf die Ohren. Aber das wäre ein Thema für später.

Samstag, 19. März 2011

Endlich wieder Sonne, aber kaum Flecken


Heute war der Himmel über Hamburg endlich mal wieder, zumindest teilweise, klar. Natürlich schnappte ich mir mein Fernrohr und wollte die Sonne beobachten. Erstmal musste ich feststellen, dass sie hinter meinen Bäumen stand und ich erstmal wieder nicht beobachten konnte. Da auch kein Wind wehte, wurden die Äste nicht beiseite gewischt.

Dank der Ökos bei mir, die stets behaupten, die Bäume würden seit Jahrhunderten dort stehen (was sich durch Luftaufnahmen der 50er Jahre nicht verifizieren lässt), dürfen Bäume weder gefällt, noch um tote Äste erleichtert werden. Ironie der Geschichte: Nach einem heftigen Sturm war  just einer der alten und morschen Bäume in ein Fenster der betreffenden Person gestürzt und hatte es zerstört. Aber auch da wollte sie nicht, dass der schon umgestürzte Baum zersägt wird, was er dann aber trotzdem musste, weil er nicht mehr zu retten war und sie veranlasste, das zuständige Amt zu verklagen ...

Zurück zu verhinderten Beobachtung: Ich könnte zwar auf das Nachbargrundstück ausweichen, aber da sind die Leute gleich so paranoid, dass sie die Polizei rufen, weil ich angeblich mit einem Richtung Sonne zeigenden Teleskop das im 90° Winkel dazu stehende Haus ausspionieren würde. Auf die Bitte, sich davon zu überzeugen, was ich mache, wurden mir sogar schon mal Schläge angedroht (dabei wissen die Leute, was ich mache, weil ich dort schon sehr lange wohne).

Nun gut, ich musste also bis zum frühen Nachmittag mit der Beobachtung warten, was stets ein Risiko ist, denn oft haben wir vormittags gutes Wetter, wobei es dann ab Mittag oft zuzieht. Nach Nebelauflösung war das Seeing auch sehr gut, soweit ich das durch die Äste hindurch sehen konnte.

Am Nachmittag war das Seeing sehr viel schlechter. Von den beiden gerade auf der Sonne sichtbaren Gruppen war nur eine zu erkennen, noch dazu bei heftig blubberndem Rand und wabernder Oberfläche, was die Trennung zwischen Umbra und Penumbra schwierig machte. So konnte ich meine Sonnenfleckenrelativzahl mehr schätzen als durch Zählen zu ermitteln.

Schade auch, dass die Aktivität nun gerade wieder abgesunken ist, nachdem es in den vergangenen Wochen fast täglich E- und F-Gruppen zu sehen gab. Für die nähere Zukunft können wir aber im ansteigenden Fleckenzyklus damit rechnen, dass solche Gruppen uns weiterhin beehren und durch ihre Formenvielfalt beeindrucken werden.

Mittwoch, 16. März 2011

Alle AKWs aus, und dann???

Mit meinem heutigen Posting will ich mal den Fokus nicht auf die Frage richten, woher wir als Industrienation nach einem Ausstieg aus der Kernkraft dann unseren Strom beziehen sollen. Vielmehr stellt sich die Frage, was aus den Menschen wird, die im Kraftwerk arbeiten, was es für die Gemeinden bedeutet, wenn ein AKW stillgelegt wird.

Vor einiger Zeit gab es einen TV-Bericht auf N 3, in dem die Folgen des Atomausstiegs für die Gemeinde Brokdorf geschildert wurden. Der Kraftwerksbetreiber hat pro Jahr rund 20 Mio. EUR an Grund- und Gewerbesteuer an die Gemeinde gezahlt. Davon hat sich die Gemeinde, weil ja Geld im Überfluss vorhanden war, einiges, auch Unsinniges, geleistet, das umliegende Kleingewerbe wie Zeitungshändler, Cafés hat von den Arbeiterinnen und Arbeitern gelebt. Mit ihrem Geld haben sie zudem dafür gesorgt, dass die Umsatzsteuer reichlich floss. Das hat nicht nur dazu geführt, dass die Gemeinde, sondern auch der Kreis und das Land Schleswig-Holstein, ein gutes Stück vom Kuchen abbekommen haben. Wird ein AKW stillgelegt, brechen diese Einnahmen weg, die Gewerbetreibenden müssen die Geschäfte aufgeben und gehen Pleite.

So ist es Stade nach dem Abschalten des AKWs ergangen und man wünscht sich dort lieber heute als morgen einen gleichartig finanzstarkes Gewerbe zurück.

So nahm die Stadt 2002, ein Jahr vor der Abschaltung des AKW 52 Mio. EUR an Steuern ein, 2009 waren es gerade mal 20 Mio. Die Folgen für die Stadt sind überall sichtbar und dauern bis heute an.

Zudem wurden durch die Abschaltung des AKWs am 14.11.2003 viele Kernkraftarbeiter arbeitslos. Einige werden noch beschäftigt sein, solange der Rückbau läuft. Aber waas dann? Sie sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und werden irgendwann nicht mehr gebraucht. Selbst wenn alle AKWs von jetzt auf gleich abgeschaltet würden, wäre noch Arbeit für viele Jahre da, aber irgendwann ist die Arbeit erledigt und ein AKW-Arbeiter hat dann aufgrund seiner hohen Qualifikation keine Chance mehr auf einen adäquaten Arbeitsplatz. Und bekanntlich gibt es nur eines, was schlimmer ist, als unqualifiziert zu sein: Man ist überqualifiziert.

Doch damit nicht genug: Auch beim Rückbau der AKWs werden Aufträge an Fremdfirmen erteilt. Das sind oft Spezialfirmen, die sich auf die Arbeit am, im oder rund um das AKW konzentrieren. Fallen die Aufträge weg, gehen sie Pleite. Die Beschäftigten werden arbeitslos und die Gemeinden nehmen noch weniger Steuern ein. Geringere Steuereinnahmen haben aber immer eine Erhöhung gemeindlicher Gebühren zur Folge. Insofern verwundert es nicht, dass es in Stade nach dem Abschalten des AKWs Demonstrationen gegen diese Entscheidung gab.

Nun kann man freilich der betreffenden Gemeinde vorwerfen, sie habe in guten Jahren zu üppig gelebt, sodass nun die Unterhaltungskosten etwa für Schwimmbäder die öffentlichen Kassen erdrücken. Aber mal ehrlich: Würde man selber, wenn man gerade gut verdient, auf Lebensstandard verzichten, nur weil vielleicht in ein paar Jahren man fremdbestimmt die Arbeit verlieren könnte?

Freilich, die Frage nach dem finanziellen Fallout der Gemeinden, in denen AKWs stehen, tritt auch auf, wenn beispielsweise Bundeswehrstandorte geschlossen Firmenstandorte aufgegeben werden etc. Auch dort kämpft die öffentliche Hand ums Überleben. Aber ein massiver Ausstieg aus der Atomenergie, der von heute auf morgen erfolgt, bedeutet neben dem Gefühl der größeren Sicherheit (das nur vermeintlich ist, weil rund um Deutschland herum neue AKWs gebaut werden) auf jeden Fall den finanziellen Kollaps für die betroffenen Gemeinden. Mal abgesehen von den Kosten für den Rückbau, die die Kraftwerksbetreiber zwar selber tragen müssen, aber garantiert sich über höhere Stromkosten wieder hereinholen!

Dienstag, 15. März 2011

Japan, Deutschland und 2012: Schwachsinn ohne Ende

Das schwere Seebeben, 150 km von der Küste Japans entfernt, die vielfach unerträglich scheinenden Folgen für die Opfer und die Hinterbliebenen: eigentlich sollte man innehalten und sich ein Beispiel an den Japanern nehmen. Sie, die eigentlich Betroffenen, bleiben in der schwierigen Lage scheinbar ruhig und gelassen, während hierzulande die Panik ausbricht und täglich ein wenig zunimmt.

Reflexartig will man raus aus der Atomkraft, wohl wissend, dass alle anderen Länder um uns herum sich schon die Hände reiben, weil sie dann ihre Energie an uns für teures Geld verkaufen können und wir am Ende die Dummen sind und noch mehr für Strom ausgeben müssen. Trotz umweltbedenklicher Energiesparlampen, E 10 und anderem Zeugs.

Ein befreundeter französischer Astronomiekollege meinte vor vielen Jahren mal lakonisch: „Macht ihr man Euren Umweltkram, das bringt zwar nichts, aber dann greift ihr uns wenigstens nicht an …“ Ich lass das mal so kommentarlos stehen.

Auch die Reaktion der selbsternannten Gutmenschen, die der Welt ihren Umweltstempel aufdrücken wollen, ist typisch deutsch: Nun sind auf einmal alle für das Abschalten aller AKWs und zwar sofort. Auch hier kann man an Japan lernen: Die haben 55 AKWs, zwei sind kaputt, sie bleiben ruhig. Deutschland: 17 AKWs, keines ist durch Seebeben und Tsunami kaputt gegangen und die Panik wird immer größer …

Aber wie hieß es schon zu Kaisers Zeiten: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen! Wohl lieber nicht.

Die ältere Bevölkerung kennt das ja noch mit der nächtlichen Sperrstunde beim Strom. Wenn alle AKWs, Kohle- und sonstige Kraftwerke abgestellt sind, hat man uns auch ohne Sprengkörper in das vorige Jahrhundert zurückgebombt.

Aber vielleicht sollten die reflexartig reagierenden Ökos erst mal ihre Dienstwagen stehen lassen, die Handys abgeben und ihre Laptops verkaufen, weil die ja bestimmt nicht mit Solar- oder Windenergie funktionieren. So würden sie ein vielleicht sogar nachahmenswertes Beispiel abgeben.

Zum Thema 2012 hatte ich ja schon so einiges gebloggt und dies wird sicher nicht der letzte Beitrag sein. Ich denke, dass es im kommenden Jahr noch viel viel schlimmer wird, was da an unsinnigen Beiträegn auf uns zukommt. Aber auch augenblicklich wird es wird zunehmend schlimmer.

Beim Lesen dieser Forenbeiträge fällt mir nur eines ein: Bitte an Gott: „Herr, lass Hirne regnen!“ Gott „Tut mir leid, Hirn ist grad aus.“

Zum Glück kenne ich da ein paar Bloggerkollegen, die ähnlich gegen den Wust an Falschinformationen und bewusst geschürter Panik angehen. Ernsthafte und wissenschaftlich fundierte Beiträge findet man im clearskyblog und den scienceblogs.

Rechenkünstler, whre Meister ihres Fachs, wollen zudem herausgefunden haben, dass hinter dem Beben in Haiti (12.1.10) und Japan (9.3.11) die Illuminaten stecken. Warum: Bei beiden kommt die Quersumme 23 heraus, die Geheimzahl der Weltverschwörer.

Solch geistiger Dünnpfiff erinnert mich an ein EAV-Lied: „Kann denn Schwachsinn Sünde sein?“

Ich mach mal den Guttenberg und kopiere die Ansicht von Florian FreistetterLeute schaltet mal Eure Hirne ein!

Anmerkung von mir: Wo was einschalten, wenn da nix iss???

15. Marz 2011: 79. Geburtstag von Alan Bean

Geboren wurde Alan LaVern Bean, dessen Name heute nur noch bei eingefleischten Raumfahrtkennern bekannt sein dürfte, am 15. März 1932 in Wheeler im US-Bundesstaat Texas.

Nach seinem Abschluss an der Paschal High School in Fort Worth studierte er Ingenieurswissenschaften an der University of Texas im Fachbereich Luftfahrttechnik und trat nach dem Erlangen des Doktorgrades in die Marine der USA ein, war in Florida stationiert und trat vier Jahre später einer Schule für Testpiloten der US-Marine bei und arbeitete anschließend an der Entwicklung neuer Flugzeugtypen mit.

Kurz nach ihrer Gründung der NASA im Jahr 1958 wurde im April 1959 eine erste Gruppe von Astronauten ausgewählt, die am späteren MERCURY-Programm teilnehmen sollte. Allerdings war dies tatsächlich die zweite Gruppe (sie bestand ausschließlich aus Textpiloten: Scott Carpenter, Gordon Cooper, John Glenn, Gus Grissom, Walter Schirra, Alan Shepard und Deke Slayton).Da Alan Bean auch Testpilotenerfahrung hatte, bewarb er sich für die Aufnahme in diese Gruppe, wurde jedoch abgelehnt.

Die erste Gruppe wurde 1958 im Rahmen des „Man In Space Soonest“-Programms ausgewählt und bestand aus Neil Armstrong, William Bridgeman, Scott Crossfield, Iven Kincheloe, John McKay, Robert Rushworth, Joe Walker, Alvin White und Robert White. Einige von ihnen wurden, wie Neil Armstrong, ins APOLLO-Programm aufgenommen, andere flogen später die X-15.

Alan Bean gab jedoch nicht auf und bewarb sich erneut, als die NASA eine weitere Gruppe von Astronauten anwarb. So kam es, dass er am 17. Oktober 1963 zusammen mit Edwin Aldrin, Charles Bassett, Eugene Cernan,Roger Chaffee, Michael Collins, Walter Cunningham, Donn Eisele, Theodore Freeman, Richard Gordon, Russell Schweickart, David Scott und Clifton Williams der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Einige Mitglieder dieser Gruppe erlitten jedoch ein schweres Schicksal: Roger Chaffee starb beim Feuer in der APOLLO 1, Charles Bassett, Theodore Freeman und Clifton Williams kamen bei Flugzeugabstürzen ums Leben.

Im Rahmen des GEMINI-Programm wurde Alan Bean erstmals an verantwortlicher Stelle tätig, war Spezialist für die Bergung der GEMINI-Kapseln und diente im Dezember 1965 bei GEMINI 6 und GEMINI 7 als Capcom von Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral aus.

Für einen Raumflug nominiert wurde er erst nach dem Tod der beiden Astronauten Charles Bassett und Elliott See, die am 28 Februar 1966 bei einem Trainingsflug abstürzten. Alan Bean gehörte danach der Untersuchungskommission zur Aufklärung der Unglücksursache an.

Durch den Tod der beiden für GEMINI 9 vorgesehenen Astronauten, kam es zu Umbesetzungen der Flug- und Back-up-Mannschaften innerhalb des Programms. Alan Bean war als Ersatzkommandant für GEMINI 10 vorgesehen, obwohl er keinerlei Weltraumerfahrung besaß. Er kam aber nicht zum Einsatz. Bei GEMINI 11 im September 1966 war er wieder Cacpom, dieses Mal von Houston aus.

Nach Abschluss des GEMINI-Programms wechselte Bean ins 1965 gegründete Saturn/Apollo Application Office, welches die Verwendung von APOLLO-Raumschiffen und SATURN-Raketen auch zu anderen Zwecken als nur zur Mondlandung untersuchen sollte. Hintergrund war die Überlegung, das angesammelte Fachwissen für zukünftige Projekte zu erhalten (was dann später durch Budgetkürzungen nicht gelang). Von diversen Projekten blieb als einziges die Raumstation SKYLAB erhalten. Schon vorher hatte die NASA erste Wissenschaftsastronauten ausgewählt und am 28.6.1965 der amerikanischen Öffentlichkeit präsentiert: Owen Garriott, Edward Gibson, Duane E. Graveline, Joseph Kerwin, Frank C. Michel und Harrison Schmitt.

Zu APOLLO kam Alan Bean auch wieder durch den Tod eines Astronauten: Clifton Williams, der als Ersatzpilot für die Mondlandefähre bei der zweiten APOLLO-Mission fungieren sollte, kam am 5.10.1967, ebenfalls bei einem Flugzeugabsturz, ums Leben. Charles Conrad setzte sich daraufhin für die Aufnahme Beans ins Team ein, dem auch Richard Gordon angehörte. So wurde er sogar Ersatzmann für den ersten Einsatz der Mondlandefähre. Diese sollte erstmals beim Flug von APOLLO 8 eingesetzt werden.

Nach der Einteilung, dass die Ersatzmannschaft einer Mission bei der übernächsten als Hauptmannschaft zum Einsatz kam, machten sich das Team Hoffnung auf APOLLO 11, der ersten bemannten Mondlandung. Dies zerschlug sich, weil die Mondlandefähre nicht rechtzeitig fertig und erstmals bei APOLLO 9 in der Erdumlaufbahn eingesetzt wurde. So wurde das Team die Ersatzmannschaft für diese Mission und war dann bei APOLLO 12 dran.

Bereits am 10. April gab die NASA die Namen der Besatzungsmitglieder für die Mission von APOLLO 12 bekannt. Am 14. November 1969 hob APOLLO 12 um 16:22 Uhr UTC vom Startzentrum in Cape Canaveral ab und wurde in der ersten Phase des Fluges gleich zweimal (36,5 und 52 Sekunden nach dem Start) vom Blitz getroffen, was zum Verlust aller Telemetriedaten führte. Der berühmte Befehl „SCE to AUX“ von der Bodenstation wurde von Alan Bean als einzigem verstanden, woraufhin er die Notanlage für die Datenverarbeitung aktivierte und so die Übermittlung der Telemetriedaten wieder aufgenommen werden konnte.

Der Flug konnte danach programmgemäß fortgesetzt werden und am 19. November 1969 um 6:54 UTC landete die Mondlandefähre INTREPID im Oceanus Procellarum. Noch am selben Tag betrat er als vierter Mensch den Mond.

Erstmals sollte eine Farb-TV-Kamera eingesetzt werden, Alan Bean hatte sie jedoch direkt in die Sonne gehalten, wodurch die empfindliche Elektronik zerstört wurde und es keine Livebilder vom Mond gab.

Dafür stellte er eine Isotopenbatterie für Experimente auf, die unweit des Landeplatzes aufgestellt wurden.

Nach zwei Ausflügen (bei einem wurde die 1967 hier gelandete Mondsonde SURVEYOR 3 besucht, Teile abmontiert und wieder mit zur Erde zurückgenommen), hob das Oberteil der Mondlandefähre am 21. November 1969, 02:25 UTC ab, die Landung von APOLLO 12 erfolgte am 24. November 1969, 20:58:25 UTC unweit der USS Hornet.

Alan Beans zweiter Weltraumeinsatz erfolgte als Kommandant der SKYLAB 3-Missionen. Die Benennung der Skylab-Flüge ist auf den ersten Blick verwirrend. Die erste unbemannte Mission SKYLAB 1 diente nur der Verankerung der Raumstation in einem Erdorbit, die erste bemannte war SKYLAB 2 (von manchen eben auch SKYLAB 1 genannt). Zu seinem Team gehörten die Weltraumneulinge Jack Lousma als Pilot und der Wissenschaftsastronaut Owen Garriott Garriott nominiert. Sie stellten bei dieser Mission einen neuen Langzeitaufenthaltsrekord für die USA auf, denn die Mannschaft war zwischen dem 29. Juli und dem 25. September 1973 für 59 Tage im All.

Im Rahmen des APOLLO-SOJUS-Testprojekts war Alan Bean dann wieder der Ersatzmannschaft aufgeteilt, kam aber nicht mehr zu einem Einsatz im Weltraum.

Danach verblieb Alan Bean, der immer noch der US-Marine angehörte (von der er sich aber im Oktober 1975 trennte), bis zum 26. Februar 1981 der NASA als ziviler Chef der Astronautentrainingsgruppe erhalten.

Schon während seiner Zeit als NASA-Mitarbeiter betätigte er sich in seiner Freizeit als Maler, eine Tätigkeit, die er nach dem Ausscheiden aus dem Dienst zum Beruf machte.

Eine Besonderheit darf noch erwähnt werden: Im März 2010 überreichte er für die Sternstunden im Gasometer Oberhausen ein Stück Mondgestein.

Montag, 14. März 2011

2012 - Fanatiker nehmen Fahrt auf

Lange hat es ja nicht gedauert, bis die Weltuntergangsfanatiker in diversen Foren auf sich nach dem schweren Erdbeben in Japan, dem Tsunami und dem nun erfolgten Vulkanausbruch aus ihren Löchern gekrochen kamen. Bar jeglichen Wissens wird bewusst Panik geschürt, oft auch gepaart mit finanziellem Interesse, um Bücher und DVDs zu dem Thema besser vermarkten zu können.

Auch in den diversen Foren gibt es viele Einträge, über die man oft nur den Kopf schütteln kann. Ein paar Beispiele (nach mehr habe ich nicht gesucht, die haben mir schon gereicht): hier und hier.

Eine besonders absurde und perfide Konstruktion findet man hier, wo einfach die Daten vom 11. September 2001 und dem 10.März 2011 zusammenrechnet und so auf den 21.12.2012 kommt. Na super. Wenn ich mit Zahlen umgehen kann, kann ich alles so hindrehen, wie es gerade passt. Hier passt es zwar rechnerisch, aber was soll das? Die Rechnung ergibt dennoch keinerlei Sinn. Äpfel und Birnen zusammenzurechnen ergibt trotzdem keinen Kompott. Aber damit kann man schön Ängste schüren. Ich frage mich, was genau diese Leute sagen werden, wenn nach dem 21.12.2012 der 22.12.2012 folgt und es ist nichts passiert?

Der Markt der finanziellen Interessen zum Thema ist auch sehr umfangreich und wird sicher noch zunehmen, ein paar Beispiele gibt es hieroder (in einer Zusammenstellung bei einem namhaften online-Händler) hier

Hier kann man sogar darüber abstimmen, ob es 2012 den Sonnenuntergang geben wird.

Merke: Mit Prophezeihungen und Katastrophen kann man anscheinend sehr viel Geld verdienen. Vor allem der Sektor der sogenannten "Lebenshile"-Bücher ist übersät mit 2012er Werken, die allesamt nach meiner Meinung als sehr fragwürdig einzustufen sind.

Zum Glück gibt es eine ganze Reihe Blogger-Kollegen, die dem entgegentreten. So Florian Freistetterder mit vielen Behauptungen rund um das Thema 2012 aufräumt und sehr kenntnisreich und fundiert mit dem Thema umgeht und auch wissenschaftlich korrekt zur Frage, warum es immer mehr Erdbeben zu geben scheint, Stellung bezieht.

Leider dringen Artikel und Berichte gegen diesen ganzen Weltuntergangsquatsch weniger an die Öffentlichkeit als die Panikmeldungen, was ein bezeichnendes Licht auf unsere Gesellschaft wirft …

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Katastrophe ist furchtbar. Was da derzeit in Japan abläuft, kann man sich hierzulande kaum vorstellen. Bewundernswert ist, wie die Japner es trotz der ganzen Ereignisse schaffen, immer noch so diszipliniert zu sein. Okay, es gibt verständlicherweise Hamsterkäufe, aber man hört hier kaum etwas von Massenpanik, nach der nach so einer Häufung von Katastrophenmeldungen eigentlich zu rechnen ist. Man mag ja über manche Eigenheiten der Japaner lächeln (weil man sie nicht versteht), aber dass sie trotz allem noch so ruhig bleiben, und vor der Haltung der japanischen Regierung ziehe ich vor Hochachtung den Hut!

Dienstag, 8. März 2011

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (7)

Nun ist die Arbeit fast getan: Beim Sternkieker sind nur noch, was meinen Anteil angeht, einige Restarbeiten zu erledigen. Als da wären: Ein noch beim Korrekturleser schmorender Text, ein noch fehlendes Bild. Zum Schluss kommt dann noch das Inhaltsverzeichnis dran, was ich der Einfachheit immer erst erstelle, wenn ich das Heft einmal ausgedruckt habe. Der Ausdruck ist insofern wichtig, damit man die vielen kleinen Fehler findet, die noch im Heft drinstecken. Durch geschickte Aneinanderreihen der Seiten (Immer zwei gedruckte Seiten gegenüber) weiß man am Ende auch, wie das Heft später aussehen wird.

Erfahrungsgemäß ist hier noch viel zu tun. Schusterjungen und Hurenkinder sind zu entfernen. In der Druckersprache bezeichnet man so allein am Seitenende stehende Anfänge oder am Seitenanfang stehende Endstücke von Absätzen, die durch Umbruch voneinander getrennt wurden und nun allein davstehen. Heute werden sie auch Waisenkind und Witwe genannt. Der optische Textaufbau und die Anordnung der Bilder muss begutachtet werden. Enden alle Texte auf gleicher Höhe oder gibt es Versatz? Fehlen vielleicht Buchstaben in Überschriften, gibt es falsche Trennungen von Wörtern oder passen andere Dinge irgendwie nicht mehr zusammen etc. Auch muss man aufpassen, dass durch Verknüpfungen nicht irgendwo eine neue leere Seite entstanden ist, die wieder herausgenommen werden muss, da der Heftumfang ja nur ein ganzzahliges Vielfaches von 4 haben darf. 

Auch muss ich sehen, ob durch das Verschieben von Seiten die Seitenzahlen noch stimmen und an der richtigen Stelle (jeweils an der Außenseiten) stehen. Es darf beim Switchen auch nicht passieren, dass längere Seiten durcheinander geraten und ein mehrseitiger Text durcheinander kommt. Was auch vorkommen kann, ist, dass die Endstücke von Texten im digitalen Nirwana verschwinden. Das muss ebenfalls geprüft und ggf. korrigiert werden, was meist zu Lasten der Größe der abgedruckten Bilder geht. Es sind halt die vielen kleinen Dinge, die die Arbeit ausmachen.

Erst wenn das alles erledigt ist, gebe ich das Heft und die dazugehörigen Dateien weiter an meinen Redaktionskollegen André Wulff, der die Karten für die Astrovorschau erstellt und auch noch mal einen Blick auf das Heft wirft und dabei noch so manches Schmankerl am Rande findet. Er wird dann ein PDF erstellen, dass der Druckerei zugeleitet wird. Ein paar Wochen später dann liegt es bei den Mitgliedern im Briefkasten.

Für mich ist aber spätestens ab Ende der Woche erst mal wieder die wochenlange Arbeit getan und ich kann mich wieder anderen Themen, u.a. in diesem Blog, widmen.

Montag, 7. März 2011

Buchbesprechung: Polarlichter - Feuerwerk am Himmel

Andreas Pfoser, Tom Eklund: Polarlichter – Feuerwerk am Himmel, Oculum-Verlag Erlangen (2011) 168 Seiten, Hardcover, 21cm×30cm, durchgehend farbig, ISBN 978-3-938469-46-0, Januar 2011 (1. Auflage), 39,90 Euro zzgl. Versand

Polarlichter zählen zu den beeindruckendsten Erscheinungen, die die Natur dem Betrachter zu bieten hat. Ihre Formenvielfalt und vor allem die Lautlosigkeit, mit der plötzlich Veränderungen auftreten, ziehen die Menschen fernab der Großstädte immer wieder in ihren Bann.

Leider ist durch die lichtverseuchten Großstädte das Wissen um diese Art Naturereignis sehr weit in den Hintergrund getreten und oft nicht mal mehr rudimentär vorhanden, sodass in der Folge, wenn man doch mal Polarlichter sehen können sollte, gleich Panikmeldungen und Weltuntergangsstimmung verbreitet werden.

Das vorliegende Buch aus dem Oculum-Verlag widmet sich eingehend nicht nur mit der Phänomenologie der Polarlichter und besticht durch die vielen Farbaufnahmen des Fotografen Tom Eklund, der Meteorologe Andreas Pfoser erklärt auch das Zustandekommen, die Häufigkeiten, Ursachen, zeitlichen Variationen im Erscheinungsbild der Polarlichter und natürlich das Phänomen selbst.

Angesichts der gerade in diesen Wochen wieder ansteigenden Sonnenaktivität, deren Höhepunkt um 2013/2014 erwartet wird, erscheint das Buch genau zu rechten Zeit, denn eine erhöhte Sonnenaktivität hat stets auch eine erhöhte Polarlichtaktivität zur Folge. Das wir sie nicht immer auch in Deutschland sehen können, hat vielschichtige Gründe, die hier eingehend erläutert werden.

Im Ersten Teil des Buches wird der Kulturgeschichte der Polarlichter in den nordischen Volksgruppen nachgegangen, in weiteren Kapiteln dann die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen, die Eigenschaften und das Zusammenspiel der von der Sonne kommenden Teilchen mit dem komplexen System des geomagnetischen Feldes erläutert. Danach wird den Ursachen des Sonnenwinds, dessen Auswirkungen auf die Magnetosphäre, die örtliche und zeitliche Verteilung von Polarlichtern und in einem großen Abschnitt die Sonnenaktivität und ihre diversen Ausdrucksformen sowie das Zustandekommen von Sonnenstürmen auf den Grund gegangen. Zu guter Letzt findet man Hinweise für eigene Beobachtungen und die Fotografie von Polarlichtern. Das Buch schließt mit einem Anhang, der viele zusätzliche Informationen in komprimierter Form bereithält.

Die Frage, ob man sich das Buch zulegen sollte oder nicht, stellt sich hier erst gar nicht, denn es ist ein unbedingtes Muss für jeden Interessierten, dieses übersichtliche und in weiten Zügen auch grundlegend abgefasste Werk im eigenen Bücherschatz zu haben.

Sonntag, 6. März 2011

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (6)

Am Ende dieses sehr sonnigen Sonntags und einer Menge Arbeit für den Sternkieker nun wieder ein kleiner Blogbeitrag, Die Tagesarbeit für unsere Zeitschrift ist erledigt. Nachdem ich gestern bis auf eine Ausnahme (der Artikel lag noch beim Korrekturleser), alle Texte in das Heft gepackt habe, mussten die vielen Lücken nun mit Bildern aufgefüllt werden.

Wie schon mal früher geschrieben, kann der Innenteil des Heftes nur 56 Seiten lang sein und nachdem ich alle texte drin hatte, ergab sich ein 66-Seiten-Heft. Aber nicht, weil die Texte zu lang geworden sind, sondern weil bestehende Verknüpfungen zwischen den Seiten dazu geführt haben, dass das Programm immer wieder neue leere Seiten aufgemacht hat, die mühevoll per Hand herausgenommen werden mussten. Laut Murphys Gesetz, wonach alles schief gehen kann, was auch wirklich schief geht, weigerte sich aber das Programm, dieses zu tun, Also mussten diverse Kunstgriffe herhalten, um am Ende die Seiten doch löschen zu können. Das hat durchaus mehrere Stunden gedauert und nun habe ich ein paar Seiten zu wenig, was aber nicht schlimm ist, da man diese mit Bildseiten füllen kann. Und da gab es in letzter Zeit so einiges, was fotografiert wurde. Wenn auch nicht gerade in den letzten drei Wochen. Es sind aber viele schöne Deep-Sky-Aufnahmen aus der GvA-Außensternwarte in Handeloh in der Redaktion eingegangen (wenn auch hierzu mehr als explizit aufgefordert werden musste). Diese werden in den kommenden Tagen nach Feierabend nach uns nach ins Heft wandern, gedruckt und veröffentlicht werden.

Mit Blick auf manche programmseitigen Hemmnisse wird das aber noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch klammere ich mich an die schwache Hoffnung, das Heft in dieser Woche irgendwie soweit fertig zu bekommen, dass ich es zur weiteren und abschließenden Weiterverarbeitung abliefern kann. Das Ende der Quartalsarbeit ist also in Sicht!

Der Eismann hat auf


Gestern Nachmittag hatte mein Eismann in Hamburg-Dulsberg zum ersten Mal in diesem Jahr wieder geöffnet. Zusammen mit zwei Bekannten hatte ich mich vorher an der U-Bahn Straßburger Straße getroffen. Der Himmel war tiefblau und am Vormittag hatte ich schon die Sonne beobachten können. Das Seeing war aber aufgrund der tiefen Temperaturen miserabel und Fleckengruppen teilweise nur für wenige Momente zu erkennen. Das besserte sich auch zum Nachmittag hin nicht. Aber am Nachmittag hatte ich ja ohnehin etwas anderes vor, nachdem ich zuvor telefonisch abgeklärt hatte, ob der Eismann nun auf haben würde oder nicht.

Es war angesichts der Witterung der späteste Zeitpunkt, wo er jemals die Saison eröffnet hat. Und trotz der eigentlich wenig komfortablen Eisesstemperaturen war der Laden rappelvoll. In der Gegen hat der Eismann auch einen kleinen Kultstatus und ist schon so etwas wie ein Szenetreff, weil es außer einer Konditorei und einem Griechen dort keine Orte gibt, wo man sich tagsüber treffen kann.

So gab es gestern für mich den ersten Eisbecher des Jahres sowie zwei Becher Kaffee dazu. Der Nahrungsmittelinput reichte bis in die Abendstunden.

Natürlich habe ich heute auch schon die Sonne beobachtet und meine Relativzahlen bestimmt, was sich derzeit aufgrund der deutlich gesteigerten Aktivität auch wirklich wieder lohnt (natürlich, die meisten Blogleser werden es wissen, darf man unser Tagesgestirn nie ohne ausreichenden Schutz ins Visier nehmen, weil man sonst sehr schnell sein Augenlicht verlieren kann!).

Und: Natürlich geht es nachher auch wieder zum Eismann.