Montag, 28. Februar 2011

Ehrlicher Umgang mit Beobachtungsdaten

Die Plagiatsvorwürfe gegen den ex-Doktor, Noch-Verteidigungsminster und designierten Ex-Kanzlerkandidaten zu Guttenberg brachten es irgendwie an den Tag: Auch die hochheilige Wissenschaft meint es offenbar nicht immer ernst. Dabei will ich gar nicht mal ehrlich arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entgegentreten und ihre Arbeiten generell abwerten. Die Affäre zeigt aber einerseits, wie menschlich jede Form von Wissenschaft ist, aber auch, dass Doktoren und Professoren, gleichgültig welcher Fachrichtung, prinzipiell verdächtig sind, Daten manipuliert zu haben. Hier gibt es aber an vielen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen Prüfungsmöglichkeiten, die auch angewendet werden. Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche und ich denke dabei nicht, dass der Prozentsatz manipulierender Wissenschaftler höher ist als in anderen Berufsgruppen.

Man muss aber auch die Frage aufwerfen, wie ehrlich denn wir als Sternfreunde sind, wenn wir auf dem Weg zu Glanz und Ruhm für die Wissenschaft Daten erheben. Natürlich sieht jeder ernsthafte Beobachter gerne seinen Namen in Publikationen, die Ergebnisse vorstellen. Das betrifft Sonnenbeobachter ebenso wie Veränderlichengucker, Meteorstromverfolger, Kometensucher oder Supernovajäger.

Einen besonders krassen Fall habe ich vor vielen Jahren als Leiter der Sektion Sonne der GvA Hamburg erlebt. Wie sich herausstellte, hatte ein Beobachter eigene Daten mit Satellitenaufnahmen der Sonne verglichen und dann in seine eigenen Beobachtungen einfließen lassen. Wenn er wegen bedeckten Himmels nicht beobachten konnte, hatte er die Satellitenfotos genommen und sie als seine eigenen ausgegeben, die er angeblich mit seinem Teleskop gemacht haben will. Aufgeflogen ist das Ganze, weil er im November 30 Beobachtungstage in Hamburg erzielt hatte und für jeden Tag eine ungewöhnlich gleichbleibende gute Luftqualität um die Mittagszeit herum notierte. Nun schafft es selbst der fleißigste Beobachter mit ganz viel Zeit in Norddeutschland nicht, so viele Beobachtungstage im November zusammen zu bekommen, weil das Wetter dann immer schlecht ist. Die Seeingbedingungen sind hier auch selten besser als 3 bis 4 für Ruhe und Schärfe nach der Kiepenheuer-Skala, der Kollege hatte Werte zwischen 1 und 2! Und: Die Auswertung der Korrekturfaktoren und Korrelationskoeffizienten schwankten über alle Maßen stark, waren mal sehr gut, mal sehr schlecht.

Die Nachfrage meinerseits ergab dann den oben geschilderten Sachverhalt und die Tatsache, dass er die Satellitenaufnahmen quasi herunter gesampelt, also auf sein kleines Teleskop umgerechnet hatte und das auch noch nicht mal wirklich gut. Die Antwort des Betreffenden lautete: „Ich wollte wegen des schlechten Wetters nur behilflich sein“ und verließ dann die Sektion mehr oder weniger wutschnaubend für immer, weil man ihn nicht verstand.

Den Sinn der Wissenschaft, unter gegebenen (auch schlechten) Umständen optimale und vor allem nachvollziehbare (!) Ergebnisse zu erzielen (und ggf. auf eine Relativzahlbestimmung zu verzichten, wenn man die Sonne vielleicht gar nicht wirklich beobachtet hat), hat der Kollege, den wir daraufhin auch im Verein nie wieder sahen, nicht verstanden. Dass sein Handeln der Sache nicht dienlich war, hat er ebenso wenig zur Kenntnis genommen, wie die Erkenntnis, dass sein Verhalten schlicht unwissenschaftlich war.

Nun könnte man natürlich darüber philosophieren, was wissenschaftlich ist und was nicht. Aber eines sollten wir als Sternfreunde nicht tun: Über die professionelle Wissenschaft die Nase rümpfen, weil man nicht weiß, wie viele Leichen bei uns Amateuren im Keller liegen!

Samstag, 26. Februar 2011

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (5)

Mein letzter Blogbeitrag ist schon ein Weilchen her und auch der Sternkieker ist so recht noch nicht vorangekommen. Grund hierfür ist die Hamburg-Wahl. Als Wahlvorsteher in einem Hamburger Wahllokal hatte ich etliche Termine (Schulungen, letzte Unterweisungen, Rekrutierung der Mitglieder meines Teams, deren Unterrichtung usw.) wahrzunehmen. Dann kam der lange Wahlsonntag und das Auszählen der vier Stimmzettelhefte an den folgenden Tagen. Viel Papier und viel Rechenarbeit kamen da auf uns zu. Aber wir haben das gut und pünktlich abgeschlossen.

Daher war ich mit einigen eigenen Beiträgen für den Sternkieker im Rückstand. So musste die astronomische Vorschau – mit einer der wichtigsten Bestandteile einer jeden amateurastronomischen Zeitschrift – in Teilen noch von mir geschrieben werden. Ein Buch ist noch zu Ende zu lesen, damit dessen Besprechung noch mit ins Heft kommt und so mancher Artikel geht auch jetzt noch ein. Und erst heute konnte ich den Veranstaltungskalender für das 2. Quartal 2011 fertig stellen.

Die Zeit drängt nun zwar etwas, aber die Zeitschrift entsteht nebenbei, sozusagen als Hobby. Als ein Hobby, das vor allem viel Arbeit mit sich bringt, die dann und wann auch mal zwangsweise ruhen muss. So beispielsweise aufgrund der Korrekturlesertätigkeit für eine astronomische Fachzeitschrift. Eine nicht unwesentliche Tätigkeit, die zudem gut honoriert wird. Dabei ist das Korrekturlesen generell eine durchaus anstrengende Arbeit, die ausschließlich am Rechner erledigt wird. Hierzu verwende ich meistens mein kleines Netbook, was das Lesen an sich zwar etwas anstrengender macht, als an einem größeren Laptop mit größerem Bildschirm. Dafür kann man diese Aufgabe aber auch im Bett liegend, in der Bahn oder im Café erledigen, zumal der Akku gut 8 Stunden hält.

Doch zurück zum Sternkieker. Auf dem Plan steht nun erst einmal, das Heft mit allen vorliegenden Texten zu befüllen. Ich hoffe, am morgigen Sonntag einen Teil dieser Aufgabe zu erledigen. Vielleicht entspringt daraus ein weiterer Blogbeitrag. Mal schauen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Ein spannender Abend …

…aber nicht wegen der Fußballspiele in der Europa-League mit deutscher Beteiligung, sondern wegen der Sonnensturmfront, die gegenwärtig auf die Erde zurollt. Auslöser war ein X2.2-Flare am 15. Februar um 1:56 UT, der erdwärts gerichtet war. Solche Stürme sind bei der Sonne nicht außergewöhnlich und gehören praktisch zu ihrer Aktivität dazu. Leider meinen viele Journalisten, nun auf der Panikwelle reiten zu müssen, doch dazu besteht absolut kein Grund. Auch wenn es vielleicht den einen oder anderen Satelliten erwischen sollte.

Seltsam ist indes die Meldung der Chinesen von heute Mittag, dass die Teilchen des Sonnenwindes dort zu technischen Ausfällen geführt haben sollen. Wie soll das gehen, wenn der Sonnenwind zur fraglichen Zeit kaum erhöht und der kp-Index (ein Wert für die Geschwindigkeit, mit der Teilchen der Sonne das irdische Magnetfeld treffen) nur bei 2 lag? Auch die in manchen Astroforen ausgetragene Hoffnung, dass man nun durch den Impakt der Teilchen hierzulande auffällige Polarlichter sehen kann, hat keine Chancen, in der Realität zu materialisieren. Dazu bedarf es einiger Vorbedingungen. So muss der genannten kp-Index mindestens bei 5, lieber höher liegen, damit man überhaupt von einer Chance reden kann, in Deutschland Polarlichter sehen zu können. Hinzu kommt neben der Ausrichtung des Magnetfeldes auch das so genannte Polarlichtoval. Dieses zeigt die Gebiete an, in denen man zumindest prinzipiell Polarlichter sehen kann. Derzeit liegt es knapp über dem Norden Deutschlands, sodass man hier allenfalls tief am Horizont etwas sehen könnte, wenn denn das Wetter mitspielen würde. Aber der kp-Wert von 1 spricht absolut gegen eine Sichtbarkeit hierzulande.

Was den Abend so spannend macht, ist nicht die Frage, ob der VfB Stuttgart mal wieder verliert, sondern, wann die solare Schockfront endlich hier ist. Das kann jetzt jede Minute der Fall sein. Es ist aber ein „aber“ angebracht: Je später die Teilchen hier ankommen, desto geringer ist ihre Geschwindigkeit und damit auch die Heftigkeit, mit der sie auf die Ionosphäre treffen. Sind sie relativ schnell, steigt der kp-Index proportional. Ist der langsamer, geht auch der Wert nicht sonderlich hoch und damit sinkt dann die Wahrscheinlichkeit, dass man in Deutschland Polarlichter sehen kann. Da die Teilchengeschwindigkeit gegenwärtig (19:56 UT) bei 354,5 km/s liegt (was dem normalen Sonnenwind entspricht), ist jede Hoffnung auf Polarlichter hier vergebens. Aktuelle Werte findet man hier, hier und hier.

Ergo: Je länger wir nun warten, desto langsamer ist das, was da kommt und desto unwahrscheinlicher wird ein heftiger Impakt. Eher wird´s ein harmloser werden und wir brauchen uns keine Gedanken über Polarlichter in der kommenden Nacht zu machen. Dennoch bleibt eines festzuhalten: Auch wenn wir keine Polarlichter sehen werden, die Natur bleibt immer noch spannender als jedes TV-Programm!


Dienstag, 15. Februar 2011

Vor 225 Jahren entdeckt: NGC 6543, der Katzenaugennebel

Planetarische Nebel haben nichts mit Planeten zu tun und ihren Namen aus historischen Gründen erhalten: Die Qualität früherer Teleskope reichte oft nicht aus, um Details dieser Objekte zu enthüllen. Da sie im Okular flächig wie Planeten erschienen, hielt man sie anfangs für weit entfernte Gasplaneten wie Jupiter oder Saturn. Heute weiß man, dass sie das Endstadium einer Sternentwicklung darstellen: Hauptreihensterne wie unsere Sonne blähen sich am Ende ihres Lebens zu einem roten Riesen auf. Der Wasserstoffvorrat im Zentrum des Sterns ist irgendwann aufgebraucht, nur in einer ihn umgebenden Hülle wird der noch zu Helium umgewandelt. Im Kern aber fusioniert bei guten 100 Mio. Kelvin Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff. Die Schale um den Kern bläht sich enorm auf und das bisherige Gleichgewicht zwischen Eigengravitation und Strahlungsdruck gerät aus dem Ruder. Das Heliumbrennen im Sterninnern ist gegenüber Temperaturveränderungen sehr empfindlich und wenn diese sich nur ein klein wenig erhöht, dehnt er sich noch weiter aus, weil sich der Kern vergrößert, wodurch der Stern abkühlt und sich wieder zusammenzieht. Reicht die Energie im Innern aus, kann er bei diesem Mechanismus seine Hülle abwerfen, die dann mit 20 bis 40 km/s bei einer Temperatur von 10.000 K in alle Richtungen davon fliegt. Dabei wird aber nicht unbedingt gleich die ganze Hülle abgestoßen, so dass bei weiteren Ausbrüchen weitere Teile der ehemaligen Wasserstoffhülle nachrücken. Der Stern selber heizt sich dabei auf, wird heißer und heißer und regt durch die Zunahme der Strahlung das umgebende Gas zum Leuchten an: Der Nebel wird als planetarischer Nebel sichtbar, zurück bleibt der Kern des ehemaligen Hauptreihensterns als Weißer Zwerg. Für einen Zeitraum von bis zu 10.000 Jahren kann dieser den Nebel durch seinen Sternwind aufrecht erhalten. Im Laufe der Zeit flaut er jedoch ab und das Gas wird durch Rekombination irgendwann unsichtbar. Planetarische Nebel sind also ein zeitlich begrenztes Phänomen, das aber durch Ausschüttung von chemischen Elementen wie Sauerstoff und Kohlenstoff seinen Teil zur Entwicklung der Galaxie beiträgt.

Am 15. Februar 1786 entdeckte Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) im Sternbild Drache den Nebel, der seinen Namen seinem Aussehen vor allem auf fotografischen Aufnahmen verdankt. Er sieht aus wie die Augen einer Katze, daher nennt man ihn heute Katzenaugennebel.

NGC 6543 war der erste Planetarische Nebel, dessen Spektrum genauer untersucht wurde (1864), und zwar durch den Astronomen William Huggins (1824-1910). Er fand als erster Hinweise darauf, dass in ihm extrem verdünntes Gas vorherrscht.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen der komplexen Struktur von NGC 6543 – es ist die komplizierteste, die je bei einem Planetarischen Nebel beobachtet wurde – deuten darauf hin, dass für den Sternwind nicht nur ein, sondern zwei Sterne, ein O-Typ-Hyperriese mit einer Oberflächentemperatur von 80.000 Kelvin und einem unbekannten Begleiter, verantwortlich ist. Dieser wurde aber bislang nicht entdeckt, vor allem die filigrane Form des Nebels spricht für dessen Existenz. Viele Astronomen können sich das Aussehen von NGC 6543 nur durch die gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen mindestens zwei Sonnen erklären. Die Massenverlustrate des Hauptsterns liegt bei gigantischen 20 Billionen Tonnen pro Sekunde, 3,2x10-7 Sonnenmassen pro Jahr, dafür ist er aber auch extrem massereich!

Die Entfernung des Katzenaugennebels zur Erde beträgt rund 3000 Lichtjahre und mit knapp 1000 Jahren ist er ein noch sehr junger Planetarischer Nebel, dessen Hülle sich mit 19 km/s in den umgebenden Weltraum hinein expandiert. Dabei entfernt er sich von uns mit einer Geschwindigkeit von 66 km/s.

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (4)

Am letzten Sonntag war es soweit: Nach Überwindung der Nachwirkung meiner Geburtstagsfeier machte ich mich am Spätnachmittag an die Grundlagenarbeiten für den nächsten Sternkieker.

Als erstes kopierte ich die alte Ausgabe und warf deren Inhalt raus. Dann wurden die Musterseiten aktualisiert (Kopf- und Fußzeilen auf Stand gebracht) und diese dann den einzelnen Rubriken im Heft zugewiesen. Vorteil hierbei ist, dass man die jeweiligen Seiten nur einmal anfassen muss und nicht, wie beim früher genutzten Programm, erst am Ende des Layouts dann für jede einzelne Seite noch mal Kopf- und Fußzeilen sowie Rubrikenüberschriften hinzufügen muss. Einmal die Musterseite geändert, kann man diese später, wenn mehr Seiten benötigt werden, einfach hinzufügen.

Bei der Festlegung des Umfangs eines Sternkiekers muss man stets das Druckverfahren im Hinterkopf haben. Da wir im Heft eine Mittenheftung und keinen Klebesatz haben, muss die Seitenzahl immer glatt durch 4 teilbar sein. Alle Seiten werden auf A 3 gedruckt und dann zu A 4 gefaltet und geheftet. Würde man die Regel, dass der Umfang immer ein ganzzahliges Vielfaches von 4 beträgt, missachten, hätte man am Ende der Zeitschrift mehrere freie, unbedruckte Seiten. Das will natürlich niemand, daher ist das im Layout entsprechend zu berücksichtigen. Der umlaufende Titel mit Vorder- und Rückseite sowie den beiden innen liegenden Seiten ist getrennt vom übrigen Heftinhalt zu layouten, weil sie ein klein wenig anders gedruckt und später dem Gesamtheft hinzugefügt werden. Das wiederum hat zur Folge, dass das Heft, damit die Klammern auch halten, nicht mehr als 60 Seiten maximalen Umfang haben darf. Dabei entfallen 4 Seiten auf den Titel und 56 Seiten auf den Inhalt. Bei mehr als 60 Seiten und der Schwere des verwendeten Papiers könnte es sonst passieren, dass das Heft auseinanderfällt und das kann nun wirklich niemand wollen.

Ist also erst mal eine bestimmte Anzahl von Seiten festgelegt (anhand der mir zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Artikel kann ich das schon mal grob abschätzen), kann man mit dem eigentlichen Befüllen der Seiten mit Text und Bildern beginnen. Erst kommen die reinen Texte ins Heft, dann die Abbildungen und nicht umgekehrt. Die Texte bildet das Grundgerüst in das es die Bilder einzufügen gilt. Deren Größe bestimmt dann auch die Länge des Artikels. Zumindest prinzipiell. Kommt man nämlich am Ende auf eine ungerade Seitenzahl, muss man die Bilder entweder vergrößern oder verkleinern, je nachdem, ob man noch Platz hat, oder nicht.

Auf jeden Fall habe ich am Sonntag gleich mal die ersten einfacheren Berichte ohne Bilder gesetzt. In den kommenden Tagen geht es weiter, unterbrochen nur durch Treffen mit Freunden, der Hamburgwahl und natürlich der täglichen Arbeit!

Freitag, 11. Februar 2011

Astronomisches unterwegs

Als Sternfreund und Amateurastronom hat man natürlich einen besonderen Blick zum Himmel und sieht auch atmosphärische Erscheinungen wie Halos, Regenbögen, Nebensonnen etc. eher als andere.

Man hat aber auch oft etwas Astronomie in der Tasche. Das fiel mir gestern auf, als ich vor einer Schulungsveranstaltung zur Hamburg-Wahl am 20.2. noch ein wenig Zeit hatte und ein Bistro in einem Kaufhaus in der Innenstadt aufsuchte.

In meiner Tasche hatte ich die Ausgabe Nr. 9/2010 der Zeitschrift Sterne und Weltraum dabei. Irgendwie habe ich durch das viele Lesen von Rezensionsexemplaren immer einen Rückstand bei Zeitschriften, die ich abonniert habe. Aber sei´s drum. Ich durchstöberte eine Buchabteilung vor dem Bistro, die aber nichts Astronomisches zu bieten hatte.

Im Bistro nahm ich mir ein halbes Lachsbrötchen und einen schwarzen Tee, bezahlte und setzte mich an einen Tisch. Dummerweise hatte ich mein Netbook nicht dabei, sodass ich nicht bloggen konnte. Während ich so den einen oder anderen Artikel las, kam mir in den Sinn, was ich noch so an Astronomischem mit mir herumschleppe. Auf dem iPod sind ein paar Folgen der Serie Sternzeit, die man sich als Podcast beim Deutschlandfunk herunterladen kann, außerdem eine Privatkopie der neuen Space Night-CD als mp3-File. Auch war auf dem iPod eine vierteilige Serie von meinem Lieblingsprof. Harald Lesch, die er vor Jahren mal für den Hessischen Rundfunk über das Wesen der Materie aufgenommen hatte. So hat man immer ein wenig Astronomie mit dabei.

Schließlich war die Zeit um und ich machte mich auf den Weg zur Schulung. Eigentlich hätte ich an diesem Tag die Finanzen der GvA prüfen sollen, aber die Wahl geht nun einmal vor. Die GvA-Arbeit hat mein stellvertretender Prüfer übernommen, während ich mich über das reichlich komplizierte Auszählverfahren informierte. Das hatte dann leider nur noch wenig mit Astronomie, sondern mit viel Rechnen und viel farbigem Papier zu tun.


Donnerstag, 10. Februar 2011

Das APOLLO-SOJUS-Test-Programm

Mittlerweile wird schon spekuliert, ob das amerikanische Shuttle-Programm nicht doch bis zur Fertigstellung der neuen (privaten) Raumfähren-Generation in irgendeiner noch festzulegenden Form weitergeführt wird.

Der Grund hierfür ist klar: Einerseits kann nur das Shuttle schwere Lasten ins All transportieren, oder die ISS auf eine höhere Umlaufbahn anheben. Dies würde bei einer deutlich ansteigenden Sonnenaktivität (wovon man im Augenblick aber nicht viel merkt) auch dringend notwendig werden: Durch einen verstärkten Partikelstrom von der Sonne dehnt sich die Ionosphäre der Erde aus und deren Teilchen könnten sich an der Raumstation reiben und diese, wie seinerzeit die Raumstation SKYLAB im Jahr 1979, zum Absturz oder zumindest auf eine niedrigere Umlaufbahn absinken lassen.

Nach der Einstellung der Mondflüge mit APOLLO 17 im Dezember 1972 und der zwar schon geplanten, aber noch längst nicht fertig gestellten Space Shuttles, besaßen die USA im Zeichen des Kalten Krieges im Prinzip keinen eigenen Zugang in die Umlaufbahn. Zwar gab es mit den Mission Skylab 1 bis 4 noch ein paar Anstrengungen (die aber auf der Verwertung bereits für die APOLLO-Missionen 18 bis 20 gefertigter Elemente), und 1975 noch die APOLLO-SOJUS-Mission (wobei das letzte, noch zur Verfügung stehende APOLLO-Raumschiff verwendet wurde), dann aber konnte man bis zum 12. April 1981 keine eigenen Astronauten mehr ins All schicken. Schauen wir uns daher mal die heutzutage fast vergessene ASTP-Mission mal ein wenig genauer an.

Das APOLLO-SOJUS-Test-Projekt, dass dann und wann falsch als APOLLO 18 bezeichnet wird, verdanken wir vor allem geänderten politischen Rahmenbedingungen. Ohne die Anfang der 70er Jahre einsetzende Entspannungspolitik wäre eine derartige Mission undenkbar gewesen. Am Rande von Konsultationen zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion wurde bereits 1972 ein gemeinsamer Weltraumflug als Symbol für das gegenseitige Vertrauen vereinbart. Anfang 1973 wurde dann die Mannschaft für den Weltraumflug bekannt gegeben. Bis zum endgültigen Flug 1975 war das die längste Zeit, die man je für die Vorbereitung eines APOLLO-Fluges benötigte.

So war dieser erste amerikanisch-sowjetische Gemeinschaftsflug denn auch eher ein Propagandaunternehmen, wenn auch auf beiden Seiten nebenher ein wenig Wissenschaft betrieben wurde. Ein wenig überraschend gilt er heute als Grundstein für die gemeinsam zwischen Amerika und Russland sowie einigen anderen Ländern betriebene ISS, denn über den Flug im Jahr 1975 hinaus wurden zunächst keine gemeinsamen Unternehmungen in der Weltraumfahrt vereinbart. Dies wurde erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder ein Thema.

Damit aber ein amerikanisches APOLLO- und ein sowjetisches SOJUS-Raumschiff sich im All miteinander verbinden konnten, musste man nach einer Lösung für den Ausgleich der unterschiedlichen technischen Systeme gesucht werden. Die Antwort fand man in Form eines Dockingmoduls mit Luftschleuse und Kopplungsstutzen. Hauptproblem waren die unterschiedlichen Luftgemische in den beiden Raumschiffen. In APOLLO bestand die Luft aus reinem Sauerstoff bei einem Druck von 34% der Erdatmosphäre, in SOJUS traditionell aus Sauerstoff und Stickstoff im gleichen Mischungsverhältnis wie in der irdischen Lufthülle. Für die gemeinsame Mission wurde dieses aber auf 68% der üblichen Mischung reduziert.

Das Modul wurde im „Frachtraum“ der letzten SATURN-IB untergebracht, die APOLLO in den Erdorbit beförderte. Aus diesem wurde es dann herausgezogen und mit dem Kommandoteil APOLLOs verbunden (analog zum Verfahren beim Herausholen des Mondlandefahrzeugs aus der S IVb bei den Mondflügen).

SOJUS 19 war das Raumschiff auf sowjetischer Seite, bemannt mit Alexei Leonow (flog bei Woschod-2 mit) und Waleri Kubassow (Ersatzmannschaft: Anatoli Filiptschenko und Nikolai Rukwischnikow, beide flogen zuvor die SOJUS 16), das auch zuerst startete. Am 15 Juli 1975 hob es an der Spitze einer SOJUS U-Rakete ab. Der Start war der erste, der jemals live aus der UdSSR übertragen wurde.

Ganze 7,5 Stunden später startete die APOLLO-Mannschaft von Cape Canaveral aus. Kommandant war Thomas Stafford (GEMINI 6, GEMINI 9, APOLLO 10), Pilot Vance Brand (war zuvor nur in Unterstützungsmannschaften tätig, aber noch nie im All) und Dockingmodul-Pilot Deke K. Slayton (war trotz langer Zugehörigkeit zu den NASA-Astronauten auch noch nie im All). Die Ersatzmannschaft bestand aus Alan Bean (APOLLO 12, SKYLAB 3), Ron Evans (APOLLO 17) und Jack Lousma (SKYLAB 3, später STS-3).

Nach dem Start von APOLLO waren, ein Novum für die damalige Zeit, sieben Astronauten auf einmal im Weltraum, denn auf der sowjetischen Raumstation SALJUT 4 versahen gerade zwei weitere Kosmonauten ihren Dienst.

Am 17. Juli 1975 nahmen die beiden Raumschiffe um 8:01 OAZ das erste Mal Sichtkontakt zueinander auf und leiteten sogleich das Rendezvous-Manöver und die Kopplung ein, wobei APOLLO die aktive und SOJUS die passive Rolle übernahm. So blieben beide Raumschiffe zunächst für 44 Stunden miteinander verbunden. In dieser Zeit stiegen gleich mehrmals Astronauten und Kosmonauten in das jeweils andere Raumschiff über, wobei aber immer ein Mitglied der jeweiligen Stammbesatzung an Bord blieb. Klar, dass es davon jede Menge Foto- und Fernsehtermine und –übertragungen gab, die das gemeinsame in der Weltraumfahrt betonen sollten. Die erste Begegnung im All fand am 17. Juli 1975 um 14:15 Uhr OAZ statt, als Stafford und Slayton die SOJUS betraten.

Nach den 47 Stunden und 17 Minuten gemeinsamen Fluges entkoppelten sich APOLLO und SOJUS für eine halbe Stunde und APOLLO schob sich so vor die Sonne, dass für die sowjetischen Raumfahrer an Bord der SOJUS eine künstliche Sonnenfinsternis entstand. Danach koppelten die Raumschiffe wieder zusammen, wobei diesmal SOJUS die Führung übernahm. Nach weiteren drei Stunden ging man endgültig auseinander, SOJUS landete – wieder live im Fernsehen übertragen – am 21. Juli 1975 in der kasachischen Wüste. APOLLO umkreiste unterdessen für drei weitere Tage die Erde – wohl wissend, dass es für lange Zeit die letzte bemannte NASA-Mission sein würde. Eingedenk dessen wurden erfolgreich noch Experimente zur Erdbeobachtung und zur Erforschung der Sonne unternommen.

Am 24. Juli 1975 kehrte die letzte APOLLO-Besatzung zur Erde zurück und landete im Pazifik, wo sie von der Besatzung der USS New Orleans geborgen wurde. Diese letzte APOLLO-Landung verlief allerdings nicht reibungslos und hätte beinahe in einer Katastrophe geendet.

Am 23. Juli hatte man noch in den USA eine erste offizielle Pressekonferenz aller Beteiligten abgehalten, bei der die APOLLO-Astronauten per Funk zugeschaltet worden waren. Am 24. Juli um 15:44 Uhr ostamerikanischer Zeit erfolgte die Trennung zwischen der Kommandokapsel und dem Servicemodul, nachdem man zur 138-mal die Erde umrundet hatte. Sah es erst nach Routine aus, so setzte die Automatik für das Entfalten der Bremsfallschirme aus und die Astronauten mussten die manuell auslösen. Das führte um 16:18 Uhr OAZ nahe Honolulu zu einer sehr harten Wasserung und dem Kentern der Kapsel und es dauerte mehrere Minuten, bis sich die unterseitig angebrachten Ballone aufblähten. Wäre in dieser Zeit Wasser in die Kapsel eingedrungen, hätte für die Astronauten akute Lebensgefahr bestanden. So wurde die letzte APOLLO-Mission eher rustikal als sanft beendet. Damit endete auch die Ära der Wasserlandungen nach bemannten Weltraumflügen, da ab 1981 das Shuttle ja wie ein Flugzeug landete.

Das APOLLO-SOJUS-Test-Projekt war die erste und letzte gemeinsame Weltraummission der beiden Staaten bis zum Untergang der UdSSR und auch am Rande gab es eine ganze Reihe von beachtenswerten Besonderheiten. So war der amerikanische Astronaut Robert Overmyer (1936-1996), der später bei STS 5 und STS 51b mitflog, als Unterstützer in Moskau tätig. Leider wurde diese hoffnungsvolle Zusammenarbeit nicht fortgesetzt, vielleicht auch, weil es danach kein Programm gab, an dem beide Nationen hätten gemeinsam arbeiten können. Das wurde erst nach 1990, z.B. im Rahmen der ATLANTIS-MIR-Flüge möglich.

Wie aus dem Nichts eine Zeitschrift entsteht (3)

Eigentlich wollte ich hier ja weiter berichten, wenn sich Fortschritte bei der Herstellung des neuen Sternkiekers ergeben. Nur die gab es in den letzten Tagen nicht. Warum nicht? Weil ist schlicht zu faul, offiziell aber anderweitig beschäftigt war, was sogar stimmt. Als Wahlvorsteher in einem Hamburger Wahllokal habe ich eine ehren- und verantwortungsvolle Aufgabe übernommen (mache das schon seit vielen Jahren). Damit verbunden sind einige Termine, die Organisation des eigenen Wahlvorstandes und einige Beratungen von Freunden und Nachbarn, wie man denn nun die bei dieser Wahl doch etwas komplizierteren vier Stimmzettelhefte rein technisch gesehen ausfüllt.

Dafür habe ich für den Sternkieker aber noch ein paar Artikel und Abbildungen bekommen. Selber feile ich noch an einigen eigenen Teilen herum (Astrovorschau, Buchbesprechungen). Aber irgendwann wird es so richtig losgehen. Wirklich. Ganz bestimmt. Das können Sie mir glauben. Unbesehen.

Als erstes muss ich beim Start in dem verwendeten Programm die Musterseiten aktualisieren und dann der eigentlichen Heftdatei zuordnen. Nach etwa einer halben Stunde ist das Prozedere erledigt und man kann mit dem Layout beginnen. Gleichzeitig kommen verspätet noch ein paar Beiträge herein, die dem Korrekturleser und dem Bildbearbeiter zugeschickt werden müssen. So wird dann das Heft mit Leben gefüllt und ist irgendwann fertig.

Übrigens habe ich dabei das papierlose Büro für mich realisiert. Das einzige Mal, wo wirklich Papier benötigt wird, ist beim Probeausdruck, um Layoutfehler zu finden. Wenn ich mir eines Tages einen größeren Bildschirm zulege, kann ich mir diesen Schritt sicher auch sparen. Dann ist der einzige Moment, wo das Heft die digitale Welt verlässt, der Druck des Heftes. Alle Artikel und Bilder gehen per Mail, ganz selten mal auf einem anderen Datenträger ein. Layoutet wird am Laptop, korrigiert auch. Und irgendwann ist das Produkt fertig. Irgendwann in diesem Monat, wo ich nicht nur Wahlvorsteher am Sonntag, den 20.2. bin, sondern auch in den folgenden drei Tagen auszähle. Ein ereignisreicher Monat eben. Und ab und zu kommt auch ein neuer Blogbeitrag. Versprochen.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Wie aus dem Nichts eine Zeitschrift entsteht (2)

Bilder zählen neben Texten zu den Hauptbestandteilen einer jeden Zeitschrift und sind oftmals auch Aufhänger und Blickfang, um das Interesse an einem Beitrag zu wecken. Hierauf bauen vor allem professionelle Periodika, bei denen naturgemäß der Absatz möglichst vieler Hefte im Vordergrund steht.

Amateurzeitschriften haben, zumal wenn es sich um Vereinshefte handelt, dieses zwar im Prinzip nicht nötig, dennoch schadet es nicht, sich hierüber einmal Gedanken zu machen.

Die meisten Leserinnen und Leser sind bildgesteuert und bleiben eher bei Artikeln mit vielen Bildern, als bei regelrechten Bleiwüsten hängen. Gute Aufnahmen können weniger gute Texte auch schon mal aufpeppen, doch sollten Bilder und Texte von annähernd gleicher Qualität sein, sonst geht trotz guter Fotos schon beim Lesen der ersten Zeilen das Interesse verloren. Oder der an sich gute Text wird nicht beachtet, weil die Bilder schlecht sind.

Wenn man Amateurzeitschriften gestaltet, hat man aber, was Bilder angeht, oft so seine liebe Not. Manche Autoren reichen nur Texte ein und kümmern sich nicht um die Bilder zur Illustration. Oft genug hat man auch das Problem, dass man beispielsweise für Artikel zur Raumfahrt- und Astronomiegeschichte keine Bilder beibringen kann, weil diese dem Copyright unterliegen und man unter Umständen viel Geld bezahlen müsste, um einen Artikel zu veröffentlichen, an dem man nichts verdient. Letzteres ist bei Autoren für Vereinszeitschriften auch nicht die Regel. Also muss man sehen, wie man kostenfrei adäquates Bildmaterial bekommt. Und trotz Anfragen bei den Rechteinhabern passiert es immer wieder, dass man nichts bekommt, weil man wie der Rufer in im Wald keine Rückmeldung erhält.

Leider machen sich auch manche Fotografen keine Gedanken über das Medium, in dem sie veröffentlichen wollen. So lassen sich kontrastarme Farbbilder, die in einer SW-Zeitschrift gedruckt werden sollen, oft kaum drucken. Hier hilft es, wenn man ein Bild zur Hand nimmt oder sich am Bildschirm anschaut, die Augen zusammen zu kneifen, um teilweise das Farbsehen zu unterdrücken. Zwar wird das Bild dann verschwommen, aber man kann ein wenig abschätzen, ob ein Bild gedruckt werden kann oder nicht. Dann und wann gehen auch Bilder ein, die zwar am Rechner schön aussehen, aber eine zu geringe Auflösung besitzen, sodass man sie allenfalls in der Größe DIN á Briefmarke drucken kann, ohne dass die Aufnahmen pixelig werden. Und wer möchte schon gerne ein total verpixeltes, baukastenartiges Motiv anschauen.

Bei astronomischen Zeitschriften kommt noch die Besonderheit der Aufnahmeart hinzu. Bilder, die zu schwach belichtet werden, etwa eine weit entfernte Galaxie, einen Kleinplaneten oder eine Supernova etc. zeigen, bedürfen einer besonderen Aufbereitung, um druckfähig zu sein. Diese Aufgabe haben wir in der Redaktion an einen Bildverarbeitungsspezialisten übergeben. Es macht nämlich einen Unterscheid, ob man ein Astromotiv für eine gedruckte Zeitschrift oder für das Betrachten am Monitor bearbeitet. Was am Rechner gut aussieht, muss nicht unbedingt druckfähig sein (so brennen beispielsweise häufig Details im Zentrum von M 42 aus, wenn sie gedruckt werden, am Bildschirm aber kann das noch recht passabel aussehen).

So werden beim Sternkieker (wie auch bei vielen anderen Profi- und Amateurzeitschriften) Texte und Bilder aufbereitet, bevor man an das Layout geht. Anhand der bei oder nach Redaktionsschluss vorliegenden Texte und Bilder kann man schon eine Reihenfolge festlegen, aber dazu später mehr.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (1)

Seit rund 15 Jahren betreue ich zusammen mit Freunden die Vereinszeitschrift der GvA Hamburg, den Sternkieker. Hervorgegangen aus einem kleinen Mitgliedsblättchen im DIN á 5-Format ist sie mittlerweile zu einer Zeitschrift geworden, die in ganz Deutschland gelesen und – so hoffen wir – auch geschätzt wird. Seit vielen Jahren bin ich auch für das Layout verantwortlich und finde es nach wie vor spannend, wie aus dem Nichts heraus am Ende ein fertiges Produkt wird. Im Blog werde ich in den kommenden Wochen immer mal wieder darüber berichten, wie die aktuelle Ausgabe voran kommt, oder auch, warum das grad nicht geschieht.

Da wir im Heft stets nur wenige feste Rubriken und einen großen, frei zu gestaltenden Teil haben, weiß man am Anfang auch nicht, in welche Richtung das Ganze gehen wird. So stehen Themen wie aktuelle Mond- und Sonnenfinsternisse, besondere Himmelereignisse, ein heller Komet, aber auch der Besuch von Astroveranstaltungen aller Art natürlich im Vordergrund. Doch es gibt auch Sauregurkenzeiten, wo man kaum Berichte bekommt, weil das Wetter schlecht war oder man alle möglichen Erscheinungen deswegen verpasst hat. Dann ist man als Redakteur gefragt, sich selbst Gedanken zu machen und Themen anzustoßen.

Für den 225sten Sternkieker, der Anfang April erscheinen wird, sind schon etliche Texte und vor allem (auf Nachfrage und dringender Bitte) bei mir eingegangen. Nach einer groben Durchsicht, gehen die Texte per Mail an unseren in der Schweiz lebenden Korrekturleser. Aber keine Angst: Er korrigiert auf Deutsch und nicht etwa auf Switzerdütsch.

Kommen die Texte zurück, muss spätestens dann die Datei vorbereitet werden, in die Texte und Bilder hineinkommen und aus der dann ein paar Wochen später ein richtiges Heft entsteht. Das wird aber Thema eines späteren Blogbeitrages sein.

Noch besteht der 225.ste Sternkieker aus einigen Bildern und teilweise durchgesehenen Texten in einem Verzeichnis und der Weg zum endgültigen Ergebnis ist noch lang. Sie können mich auf diesem Weg im Blog begleiten, wenn Sie es möchten!