Samstag, 17. September 2011

Bloggen aus dem Urlaub (3)

Vermutlich zum letzten Mal in diesem Urlaub blogge ich vom "Haus des Gastes" in Bansin in die weite Welt. Zwei Wochen Reise an die Ostsee gehen damit am Montag zu Ende. Das Wetter in den letzten beiden Wochen war weitaus besser, als im Rest des Landes, typisch halt für eine Ostseeregion mit häufig wechselnden Wettersituationen. Heute morgen wachte ich auf und der Himmel war teilweise bedeckt. Ich schaffte noch eine Sonnenbeobachtung bei allerdings sehr schlechten Seeingbedingungen. Kurz danach zog der Himmel endgültig zu. Als ich in meinem Hotel Bergmühle im Bansiner Ortsteil Sellenthin das Frühstück zu mir nahm, regnete es leicht. Jetzt klart es wieder auf.


Die See ist heute ruhiger als noch vor ein paar Tagen, also werde ich heute noch eine Minikreuzrfahrt nach Misdroy in Polen unternehmen. Wegen schweren Seegangs - der aber kaum mit dem auf der Elbe bei Sturm vergleichbar ist - wurden die Fährverbindungen teilweise ausgesetzt. Aber heute nun geht es zum zweiten Mal in diesem Urlaub in polnische Hoheitsgewässer, zu mehr reicht heute leider die Zeit nicht.


Zeit hatte ich gestern Abend genug, um nicht nur die Dämmerungsphänomene nach Sonnenuntergang zu fotografieren, sondern auch ein paar Aufnahmen der Milchstraßengegend im Schwan vom Fotostativ aus zu machen. Die Bilder müssen allerdings noch bearbeitet werden. Nebenbei vielen dann aich noch ein paar Bilder vom Hotel bei Nacht ab. So direkt am Haus ist die Lichtverschmutzung schon ganz enorm. Dafür hat man hier einen leicht erhöhten Standpunkt mit interessanten Vordergrundmotiven. Dabei konnte ich evtl. auch einige Dämmerungsstrahlen aufnehmen, bin mir da aber nicht ganz sicher. Sicher war vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit, wodurch das Kamerobjektiv sehr schnell beschlug.


Irgendwann gab ich es denn auf, weil die Transparenz des Himmels dann nur noch im Zenit gut war und alle Fahrzeuge auf dem pakrplatz deutliche Spuren der hohen Luftfeuchtigkeit zeigten, indem sie kräftig beschlugen. Mit beschlagenem Objektiv lassen sich aber auch ganz witzige Aufnahmen machen ...


Während ich tagsüber bislang nur an einem Tag nicht die Sonne beobachten konnte, war die nächtliche Ausbeute dann doch deutlich schlechter und so zog och es dann doch lieber vor, an die Hausbar zu gehen und das eine oder andere Alsterwasser beim Fußballgucken zu genießen.


Insgesamt empfand ich die Zeit hier als sehr erholsam und bedaure schon jetzt die in Hamburg wesentlich schlechteren Bedindungen für meine Sonnenbeobachtungen. Bäume und Häuser in meiner Gegend schränken mich doch sehr ein. Brauche ich hier nur ein paar Minuten zu laufen, um an einen Standort zu gelangen, von dem aus ich auch bei nun rasch niedriger werdendem Sonnenstand noch gut beobachten kann, muss ich in Hamburg warten, bis die Sonne im Tageslauf irgendwann mal hoch genug am Himmel steht. Und das heißt dann wieder, sehr viel Verzicht üben, wenn man die Sonne vom blauen Himmel herabscheinen sieht, aber erst ab dem frühen Nachmittag für eine knappe halbe Stunde frei von Bäumen und Häusern beobachten kann. Hamburg ist eben eine astrofeindliche Stadt, nicht nur wegen der ständig zunehmenden Lichtverschmutzung, die aber in der Umwelthauptstadt 2011 kein Thema ist.


Aber auch hier auf Usedom ist Lichtverschmutzung eine sich ständig weiter verbreitende Plage, aber ein wenig abseits der Küste, Richtung Anklam, Neubrandenburg und weiter südlich sollte es noch den einen oder anderen wirklich dunklen Platz geben, bis irgendwann Berlins Lichter stören. Richtung Westen machen sich hier übrigens noch die Lichtquellen von Stralsund und Wolgast, Richtung Osten von Swinemünde und Mistroy bemerkbar.


Dafür werde ich aller Voraussicht nach am 24.9.2011 mal zur GvA-Außensternwarte zum Workshop fahren und vorher noch einen Termin auf def Bergdorfer Sternwarte wahrnehmen. Und bis zum NAFT oder der BoHeTa ist es dann ja auch nicht mehr so lange hin. Dazwischen liegen noch jede Menge GvA-Veranstaltungen und die eine oder andere Führung über die Bergedorfer Sternwarte. Astronomie, ganz gleich in welcher Form, wird nie langweilig.

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