Donnerstag, 4. August 2011

Schreiben mit und ohne …

Das Schreiben an sich gehört bei mir zum täglichen Geschäft. Während es im Beruf in der Hamburger Stadtverwaltung eher um nüchterne sachliche Texte geht, schreibe ich in meiner Freizeit zum einen semiprofessionell für Zeitschriften wie interstellarum, den interstellarum-Newsletter oder Sterne und Weltraum, oder für Amateurblätter wie den Sternkieker der GvA-Hamburg, STERNZEIT, SONNE usw. Natürlich schreibe ich dann und wann auch hier im Blog, wenn ich die Aktivität in den letzten Wochen hier auch etwas zurückschrauben musste. Notgedrungen. Aber immer etwa in der Mitte eines Quartals stehen einige Texte an, die geschrieben werden wollen

So gehören zu meinem Repertoire auch Berichte über astronomische Veranstaltungen, an denen ich persönlich teilgenommen habe. Diese Texte landen dann in der Regel im Sternkieker, der Zeitschrift, die ich nebenher redaktionell mitbetreue. Ich hatte ja schon früher mal darüber geschrieben, wie die Zeitschrift entsteht.

Mit großem Schrecken stellte ich gestern fest, dass mein Artikel über die 1. Tagung der norddeutschen Sternwarten nur rudimentär vorhanden war und nun endlich mal fertig gestellt werden sollte. Bei Veranstaltungen mache ich mir zwischendurch auf dem Rechner Notizen und forme dann meist zeitnah einen Artikel daraus. Das mit zeitnah klappte dieses Mal nicht, denn das Treffen fand schon am 25.6.2011 in Tornesch statt. Wie dem auch sei, gestern Abend machte ich mich an die Arbeit, dazu ein Gläschen Weißwein und ein paar Salzstangen nach dem Abendessen. Der Text kam dann so über mich und es wurde mit einem weiteren Gläschen immer besser. Immer flüssiger entsprangen meinem Hirn die wildesten Formulierungen und ich fand sie gut.

Aber nur bis heute Morgen. Wieder nüchtern – so auch jetzt – las ich mir das Zusammengeschriebene noch mal durch. Besser is, man weiß ja nie. Dann stellte ich fest, dass viele Formulierungen nicht den Weg vom Hirn über die Finger in die Tastatur meines MacBookPro schafften. Irgendwas blieb immer irgendwo hängen. Schachtelsätze, toll angefangen, endeten mit vielen Tippfehlern im Nirwana. Manches Mal habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich mitteilen wollte. Nun gut. Neuer Tag, neues Glück, der Artikel musste noch mal gründlich, aber wirklich gründlich, überarbeitet werden. Dann war er nach meinem Empfinden so einigermaßen lesbar.

Danach habe ich ihn zum Korrekturleser für den Sternkieker gegeben, der wird sicher wieder einiges finden, aber dafür ist er ja auch da.

Fazit: Im leicht benebelten Zustand kann man sicher Texte schreiben, nur sollte man die am anderen Morgen dann doch vorsichtshalber noch mal lesen, bevor sie rausgehen!

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