Donnerstag, 19. Mai 2011

Auf nach Wardenburg zum NAFT

Am kommenden Samstag, den 22. April 2011, ist es mal wieder soweit: Die Oldenburger Sternfreunde haben um diesjährigen Frühjahrstreffen der norddeutschen Astrofotografen eingeladen. Wieder eine Reise in Astrosachen, nachdem eine Teilnahme am Paralleltreffen in Gudensberg südlich von Kassel mangels Interesse und der Tatsache abgesagt werden musste, weil mein Mitfahrer drei Tage vor der Fahrt abgesagt hatte. Nun geht es also zum NAFT.

Gegen Mittag werde ich aufbrechen, einen Vereinskollegen in Scheeßel aufsuchen und dann mit ihm nach Ostfriesland aufbrechen. Dabei wissen wir gar nicht, was uns da erwartet, denn ein festes Programm gibt es beim NAFT nicht. Jeder, der was zeigen will, trägt sich einfach in eine Liste ein und ist irgendwann dran mit seiner Präsentation. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass fast ausschließlich nur noch digital fotografiert wird und kaum jemand sich noch mit analogem 35mm-Farb -oder Schwarzweißfilm abgibt. 

Deren Beschaffung wird auch immer schwieriger, denn die meisten Technikkaufhäuser (auch das mit dem 6. Planeten im Firmennamen), bietet noch Filme an, hat aber immerhin noch eine kleine Fotoabteilung. Von der Entwicklung nicht standardisierter Aufnahmen ganz zu schweigen. Auch wird der Kauf der Utensilien für die eigene Filmentwicklung immer teurer, ganz zu schweigen von der Entsorgung der Entwickler- und Fixiererflüssigkeiten, die seinerzeit viele Hobbyfotografen– wenig umwelttauglich – nach Gebrauch einfach ins Klo kippten. Man kann sie natürlich fachgerecht in einem Recyclingcenter entsorgen, doch dabei werden oft fette Gebühren fällig, was den Preis pro Bild noch weiter in die Höhe treibt.

Auf der anderen Seite bietet die digitale Fotografie dem Astrofotografen heute so viele Möglichkeiten, wie sie vor Jahren nur den großen Sternwarten vorbehalten blieben. Und auf solche Aufnahmen kann man auf dem NAFT schon jetzt gespannt sein, wenn auch das Wetter in den letzten Monaten oft nicht ausreichend astrotauglich war. Es gibt durchaus einige Astrofotografen, die Zeit und Gelegenheit haben, selbst kleinste Lücken zu nutzen, und die werden mit Sicherheit am Samstag ihre Ergebnisse vorführen. Ein Grund also, unbedingt nach Wardenburg zu fahren!

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