Mittwoch, 11. Mai 2011

20 Years After – eine Filmkritik



Laut wikipedia handelt es sich bei diesem Film um eine Dystopiealso um eine Erzählung über eine negative Zukunftsgesellschaft. So weit so gut. Eigentliche liebe ich solche Filme, aber dieser hier ist doch ein wenig langatmig. Der Plot ist kurz erzählt: Welt 20 Jahre nach Atomkrieg, ein paar haben überlebt, nach 15 Jahren wird erstes Kind geboren, darum gibt es Kämpfe und am Ende siegt das Gute, nämlich ein Radiomoderator, der nun mit größerer Sendestärke arbeiten kann.

Also keine wirklich berauschende Story und so ganz neu ist das mit den ersten Kind, dass nach dem Atomkrieg geboren wird, nun auch wieder nicht. Das habe ich neulich in einen anderen Film auch schon mal gesehen. Außerdem lahmt der Film fast bis zum Ende und die wenige Action muss man mit der Lupe suchen. Da sind andere Filme, wie I Am Legend mit Will Smith bedeutend besser inszeniert, der ein gelungene Remake des Films Last Man On Earth ist. Und in der Tat erinnert auch so manche Szene an den Will Smith-Film.

Faszinierend an diesen Weltuntergangsfilmen finde ich immer wieder, wie die Protagonisten trotz einer weltweiten Vernichtung aller Industrieanlagen immer genügend Benzin für futuristische Motorräder, unendlich viel Munition für ihre Waffen sowie in großen Mengen Alkohol und Zigaretten haben, und wo trotz EMP-Impuls natürlich die Technik weiterhin funktioniert, obwohl kein Kraftwerk mehr Strom produziert. Und Solaranlagen, Windräder etc. sind auch keine zu sehen, weil die ja im Krieg zerstört worden sind. Aber bestimmt kommt auch da der Strom einfach aus der Steckdose!


Man kann sich den Film trotzdem anschauen, wenn man grad nichts besseres zu tun hat. "Stärkt die Reihe" sagte man früher dazu, oder "etwas schwergängig", wie ein Freund neulich meinte, als wir den Film guckten. Also nichts für lange, spannende DVD-Abende, eher, um nachts einschlafen zu können. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

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