Montag, 25. April 2011

Ostern ist vorbei

Vier freie Tage über Ostern, man glaubt gar nicht, wie schnell diese Tage vergangen sind. Das Wetter im Norden war relativ gut. Relativ deswegen, weil der Himmel doch recht dunstig war. Das merkte an besonders, weil der Himmel neben der Sonne (kann man prüfen, wenn man unser Tagesgestirn mit der Hand abdeckt, um nicht geblendet zu werden) eher weiß als blau war, ein Hinweis auf viel Feuchtigkeit in der Atmosphäre.

Vor ein paar Tagen hatte ich mir über den süddeutschen Teleskop-Service (ein sehr zu empfehlender, kundenfreundlicher Laden) neben einem neuen 9,5 mm Okular und einem neuen Zenitprisma auch einen neuen, meinen ersten, einen 10 Zoll durchmessenden Sonnenglasfilter der Fa. Orion bestellt. Dieser lässt sich bequem über die Taukappe meines 80/400 mm Skywatcher-Refraktors schieben und lässt nur 1/1000 des ankommenden Sonnenlichts durch. Im Okular sieht man eine angenehm orangeartige Sonne; die Details in den Fleckengruppen kommen nun deutlicher heraus als bei meinem leider beschädigten Herschelkeil und auch die im Weißlicht stets nur am Sonnenrand sichtbaren Fackeln kommen nun deutlicher heraus. Es zeigen sich nun aber auch die naturgemäß bei einfacheren Teleskopen immer auftretenden optischen Mängel. Dennoch wird der kleine Refraktor weiterhin bei der Sonnenbeobachtung mein Hauptbeobachtungsinstrument sein.

Über die vier Ostertage konnte ich die aktuelle Entwicklung der Sonnenaktivität verfolgen. Leider zeigten alle Flecken hinsichtlich ihrer Komplexität eine deutlich abnehmbare Tendenz. Für eine Bestimmung des weiteren Verlaufs der Sonnenaktivität in den kommenden Wochen und Monaten sind die paar Tage natürlich nicht ausreichend, aber es war schön, mal wieder ein paar Tage hintereinander ohne Unterbrechung beobachten zu können.

Zum Osterwochenende gehörte auch die Lektüre des Buches „Die Sonne“ vom Kulturwissenschaftler Dieter Hildebrandt.

Ein spannendes Werk, der Untertitel Biografie unseres Sterns ist allerdings irreführend, denn hier geht es nicht um eine Beschreibung des Lebenswegs unseres Tagesgestirns, sondern vielmehr darum, wie die Sonne die Ansichten über das Universum durch die Jahrhunderte hindurch beeinflusst hat. Genau die richtige Lektüre für ein paar Stunden Ruhe am Nachmittag – selbstverständlich nach dem obligatorischen Besuch meines Eismanns in der Dithmarscher Straße in Hamburg-Dulsberg.

Doch nun beginnt die neue Arbeitswoche in fast leeren Büros, weil die meisten Kolleginnen und Kollegen jetzt im Urlaub sind.

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