Dienstag, 8. März 2011

Wie aus dem Nichts heraus eine Zeitschrift entsteht (7)

Nun ist die Arbeit fast getan: Beim Sternkieker sind nur noch, was meinen Anteil angeht, einige Restarbeiten zu erledigen. Als da wären: Ein noch beim Korrekturleser schmorender Text, ein noch fehlendes Bild. Zum Schluss kommt dann noch das Inhaltsverzeichnis dran, was ich der Einfachheit immer erst erstelle, wenn ich das Heft einmal ausgedruckt habe. Der Ausdruck ist insofern wichtig, damit man die vielen kleinen Fehler findet, die noch im Heft drinstecken. Durch geschickte Aneinanderreihen der Seiten (Immer zwei gedruckte Seiten gegenüber) weiß man am Ende auch, wie das Heft später aussehen wird.

Erfahrungsgemäß ist hier noch viel zu tun. Schusterjungen und Hurenkinder sind zu entfernen. In der Druckersprache bezeichnet man so allein am Seitenende stehende Anfänge oder am Seitenanfang stehende Endstücke von Absätzen, die durch Umbruch voneinander getrennt wurden und nun allein davstehen. Heute werden sie auch Waisenkind und Witwe genannt. Der optische Textaufbau und die Anordnung der Bilder muss begutachtet werden. Enden alle Texte auf gleicher Höhe oder gibt es Versatz? Fehlen vielleicht Buchstaben in Überschriften, gibt es falsche Trennungen von Wörtern oder passen andere Dinge irgendwie nicht mehr zusammen etc. Auch muss man aufpassen, dass durch Verknüpfungen nicht irgendwo eine neue leere Seite entstanden ist, die wieder herausgenommen werden muss, da der Heftumfang ja nur ein ganzzahliges Vielfaches von 4 haben darf. 

Auch muss ich sehen, ob durch das Verschieben von Seiten die Seitenzahlen noch stimmen und an der richtigen Stelle (jeweils an der Außenseiten) stehen. Es darf beim Switchen auch nicht passieren, dass längere Seiten durcheinander geraten und ein mehrseitiger Text durcheinander kommt. Was auch vorkommen kann, ist, dass die Endstücke von Texten im digitalen Nirwana verschwinden. Das muss ebenfalls geprüft und ggf. korrigiert werden, was meist zu Lasten der Größe der abgedruckten Bilder geht. Es sind halt die vielen kleinen Dinge, die die Arbeit ausmachen.

Erst wenn das alles erledigt ist, gebe ich das Heft und die dazugehörigen Dateien weiter an meinen Redaktionskollegen André Wulff, der die Karten für die Astrovorschau erstellt und auch noch mal einen Blick auf das Heft wirft und dabei noch so manches Schmankerl am Rande findet. Er wird dann ein PDF erstellen, dass der Druckerei zugeleitet wird. Ein paar Wochen später dann liegt es bei den Mitgliedern im Briefkasten.

Für mich ist aber spätestens ab Ende der Woche erst mal wieder die wochenlange Arbeit getan und ich kann mich wieder anderen Themen, u.a. in diesem Blog, widmen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen