Samstag, 22. Januar 2011

Die Stonehenge-Apocalypse - eine Filmbesprechung

Ein Film aus dem Jahr 2010 mit einem Thema, das gut in die 2012-Landschaften passt, ohne diese wirklich beim Namen zu nennen. Die Geschichte des Films ist schnell erzählt: Die Steine im Stonehenge-Areal verschieben sich, manipulieren das Erdmagnetfeld, lösen lokale Erdbeben aus und bündeln alle geomagnetische Energie der Welt, um diese in einen früheren Zustand zurück zu wandeln. Die Erde soll also einem Terraforming unterzogen werden.

Bemerkbar macht sich das durch die Umwandlung von Pyramiden in Vulkane, deren Lava weite Teile der Erde bedecken (sollen). Es werden Landschaftsbilder und Aufnahmen aus dem Weltraum gezeigt, die aber keiner wirklich realen Struktur auf der Erde zuzuordnen sind. Auch einige Satelliten-Tracking-Daten sind mehr der Fantasie entsprungen, wie sonst kann ein unter dem Horizont stehender Satellit Aufnahmen aus dem Zenit machen ...

Im Zuge der Entwicklung gehen die Philippinen unter und der Meeresspiegel des Mittelmeeres steigt durch den Vulkanismus der Gizehpyramiden, die, wie alle, an neuralgischen Punkten der Erde von der ersten Menschheit errichtet wurden. Diese ist inzwischen untergegangen, haben aber für die Zukunft vorgesorgt (vor was auch immer).

Natürlich gibt es auch hier wieder abtrünnige Wissenschaftler, die sich sektenmäßig zusammentun und den Weltuntergang dadurch überleben wollen, weil sie sich für die Auserwählten halten. Und ja, auch der verrückte, von der wissenschaftlichen Welt wegen seiner absonderlichen Theorien verfemte Wissenschaftler ist am Ende der einzige, der die Welt vor dem Untergang bewahren kann. Irgendwie logisch, dass auch hier wieder die Atombombe als Allheilmittel zur Lösung weltweiter Probleme herhalten muss.

Der Plot ist zwar mehr als absonderlich und bietet als Running Gag auch den Querverweis zu den Maya-Pyramiden, die in den 2012er-Szenarien eine große Rolle spielen: diese werden als erste zum Vulkan. Ansonsten ist er ein typischer Vertreter der Katastrophenfilme unserer Tage. Er bietet eher eher durchschnittliche Effekte und ist vor allem Genre-Fans zu empfehlen. Der Kauf der DVD lohnt sich dennoch irgendwie, weil sich auch die wissenschaftlichen Fehler einigermaßen in Grenzen halten.

Fazit: Ein Weltuntergangsfilm mit netten Special-Effekten, einem kaum zu glaubenden Hintergrund, aber handwerklich ganz solide gemacht. Die DVD ist seit einiger Zeit auf dem Markt. Ich warte aber immer noch auf den Film, wo die Erde am Ende wirklich vernichtet wird und nichts als Trümmer übrig bleiben ...

Kommentare:

  1. "Ich warte aber immer noch auf den Film, wo die Erde am Ende wirklich vernichtet wird und nichts als Trümmer übrig bleiben ..." Na, den gibt's doch längst: Der Plot von "Per Anhalter durch die Galaxis" fängt gleich mit der Sprengung der Erde - die einem interstellaren Straßenbauprojekt im Weg ist - an.

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  2. Hallo Daniel,

    stimmt, aber den Film zähle ich eher weniger zu den Katastrophenfilmen, als zu dem humoristischen-ironischen Streifen. Viele Grüße Manfred

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